Archiv der Kategorie 'Studium'

Neues vom Fachbereichsrat – dem wichtigsten Gremium des Fachbereichs

Einmal im Monat um 8:30Uhr wird in der Boltzmannstraße 20 zwischen den Statusgruppen des Fachbereichs Wirtschaftwissenschaft heftig gestritten. Meistens natürlich ums Geld und meistens zwischen Studierenden und Professorinnen. Denn zu dieser unmenschlichen Zeit tagt unser Fachbereichsrat (bestehend aus Professorinnen, welche natürliche eine absulute Mehrheit stellen, SoMis,WiMis und Studierenden)
Eigentlich könnte man denken, dass es heute besonders heftig zur Sache hätte gehen müssen, denn es ging unter anderem um Leitlinien des Präsidiums zur Neugestaltung von Studien- und Prüfungsordnung. Was prinzipiell eine Verbesserung der Studienbedingungen mit sich bringen könnte, schließlich gründen sich die Leitlinien hauptsächlich auf den Ergebnissen des FU-weiten Runden Tisches. Da jedoch wie erwähnt die Professoren eine absolute Mehrheit stellen, können wir uns im FBR den Mund fusslich reden, aber der absoluten Mehrzahl der stimmberechtigten Profs nicht viel entgegenstellen. Nichtsdestotrotz haben wir unsere Ideen zur Verbesserung der Studienbedingungen vorgestellt und heiß diskutiert. (mehr dazu auf Seite 2)
D‘accord waren sich ausnahmsweise alle Statusgruppen zum Thema Mensa I, der vegetarischen Mensa zwischen Jura und Wiwiss. Der FBR forciert eine erneute Auseinandersetzung mit Studentenwerk und Präsidium zur Besserung der untragbaren Bedingungen. Welche Schritte die Studierendenschaft einschlagen wird, könnt ihr auf Seite 3 nachlesen.
Als letztes Thema ging es um den Wirtschaftsfranzösischkurs, welcher wie bereits mehrfach berichtet zum Ende des Semesters abgeschafft werden soll. Hauptsächlich für dieses Problem haben sich ein Großteil der anwesenden Studierenden so früh zum Campus bewegt. Wie nicht anders zu erwarten, lief es schlussendlich darauf hinaus, dass es am lieben Geld liegt, weswegen der Kurs seitens des Fachbereich Wiwiss gestrichen wird. Durch die Diskussion haben sich allerdings auch neue Möglichkeiten eröffnet, wie der Kurs evtl. doch zu retten sei. Wie wir weiter agieren, könnt auf auf Seite 4 finden.

Seite 2: Neugestaltung der Prüfungsordnung
Seite 3: Vegetarische Mensa I
Seite 4: Wirtschaftfranzösisch

Öffentliche Sitzung des FBR-Wiwiss morgen, Mittwoch den 19.05., 8:30 Uhr (s.t.) in Raum 202 (Kaminzimmer), Boltzmannstr. 20 / BA-Änderungsordnungen auf der Tagesordnung

Morgen, am 19.05., 8:30 Uhr (s.t.) findet in Raum 202 (Kaminzimmer) im Gebäude Boltzmannstr. 20 die nächste Sitzung des Fachbereichsrats Wirtschaftswissenschaft statt. Die Sitzung ist wie immer öffentlich.

Unter anderem stehen Änderungsordnungen für Studien- und Prüfungsordnungen der Bachelorstudiengänge BWL und VWL auf der Tagesordnung. Leider liegt uns bis jetzt keinerlei Beschlussvorlage vor, sodass wir nur mutmaßen können, was auf der morgigen Sitzung beschlossen werden soll. Möglicherweise geht es um eine Neufassung der bereits vor einigen Monaten vom FBR abgesegneten Orientierungsphase bzw. der damit verbundenen Aufstockung des Bonuspunktekontos von 60 auf 90 LP.

Außerdem soll es (dies zynischerweise allerdings erst im Anschluss an den Beschluss der Änderungsordnungen) um von KMK und Präsidium nach unten gereichte „Leitlinien zur Neugestaltung von Studien- und Prüfungsordnungen für modularisierte Studiengänge“ gehen. Darin enthalten sind diverse studierendenfreundliche Punkte. Leider gehen die Vorschläge bei weitem nicht weit genug bzw. sind allesamt als kann-Bestimmungen deklariert. Wir werden dennoch versuchen, uns auf der morgigen Sitzung für die eine oder andere Verbesserung stark zu machen.

Die Erfahrung lehrt uns, dass studentische Standpunkte sich am besten durch eine rege Beteiligung Studierender Gehör verschaffen können. Daher bitten wir alle interessierten und engagierten Studis, der morgigen Sitzung beizuwohnen. Ist eine Ordnung erst einmal beschlossen, so lässt sie sich so schnell nicht mehr revidieren. Also unterstützt uns mit eurer Anwesenheit, denn auch für uns ist 8:30 Uhr (s.t.) keine angenehme Zeit.

Aufkeimendes Interesse an einer kritischen Auseinandersetzung mit der Disziplin Volkswirtschaftslehre an der FU

Im Rahmen unserer Veranstaltung „Des Wirtschaftspudels Kern – Die große Lee(h)re in der Krise“ mit Michael Heinrich, welche am 12.05.2010 unter reger Beteiligung Studierender verschiedener Fachbereiche der FU stattfand, wurden Rufe nach einer eingehenderen Beschäftigung mit der Thematik laut. Es kam auch die Frage auf, ob die fsi wiwiss bzw. die Fachschaft Wirtschaft nicht ein Forum für eine weitergehende Diskussion kritischer Fragen bezüglich der kritischen Auseinandersetzung mit der Lehrdisziplin Volkswirtschaftslehre bieten wolle.

Wir verwiesen in diesem Zusammenhang auf die Kritischen WirtschaftswissenschaftlerInnen (KriWi’s), welche sich bereits seit einiger Zeit kritisch mit der Disziplin Wirtschaftswissenschaften auseinandersetzen. Bei Interesse wendet Euch am besten direkt an die KriWi’s. Sollte weitergehender Organisationsbedarf bestehen, möchten wir euch bitten von dort aus auf uns zuzukommen. Wir werden das aufkeimende Interesse an einer kritischen Wirtschaftswissenschaft nach Kräften unterstützen.

Bei konkreten Ideen könnt Ihr Euch natürlich jederzeit auch direkt an uns wenden. Schreibt einfach an fsiwiwiss[at]googlemail.com.

Mi, 26.05.: „Gesicherte Freiheit“

FAKO Veranstaltungsreihe 2010

In diesem Sommersemester veranstaltet die Fachschaftskoordination der FU Berlin eine Vorlesungsreihe mit dem Titel „Wissenschaft und Kritik “.

Am kommenden Mittwoch, den 26.05., geht es bei den RechtswissenschaftlerInnen in der Boltzmannstraße 3 im Raum 2215 mit dem Thema „Gesicherte Freiheit“ weiter. (mehr…)

Lehrprofil der Wirtschaftswissenschaft – Wunsch und Wirklichkeit

Nachdem wir das letzte Mal über die positive Entwicklung des Fachbereichs hinsichtlich Nachschreibeklausuren und Hausarbeiten berichtet haben, müssen wir leider wieder den Zeigefinger heben. Diesmal geht es um die ständigen Kürzungen des Lehrangebots, seit der Umstellung auf den Bachelor und Master.

Unser Lehrangebot. Breit gefächert. Interdisziplinär. International.
Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaft bietet seinen Studierenden eine große Auswahl an inhaltlichen Studienprogrammen. Das große, diziplinär breit gefächerte Lehrangebot zeichnet unseren Fachbereich aus.
Ihr Vorteil. Kleine Lerngruppen. Innovative Veranstaltungen. Moderne Studienorganisation.
Trotz der großen Anzahl an Studierenden freuen wir uns, regelmäßig viele Veranstaltungen im Rahmen von Kleingruppen anbieten zu können. Mit Seminaren oder Tutorien eröffnen wir damit optimale Möglichkeiten

Nein, die Rede ist nicht von einer englischen Elite-Universität, sondern es ist die Selbstdarstellung unseres Fachbereichs im Lehrprofil. Die interessierte Bachelorstudentin wird um ein kleines Schmunzeln wohl nicht herumkommen, wenn sie die geschönte Selbstansicht des Fachbereichs mit der Realität vergleicht. Seit Einführung des Bachelors ist an unserem Fachbereich radikal zusammengestrichen wurden, woran kein Lehrstuhl hängt oder was keine Drittmittel bringt. Ein kurzer Vergleich zwischen der auslaufenden Prüfungsordnung der Diplomstudiengänge mit der PrüOrd der BWL/VWL Bachelor offenbart, welchen Weg der Fachbereich in den letzten Jahren wirklich eingeschlagen hat. Die Übersicht der Prüfungsfächer und Veranstaltungen im Diplom-Hauptstudium lässt das Herz jedes BWL- oder VWL-Bachelor Studenten höher schlagen. Auf 28 Seiten werden hier ca. 800 wählbare Fächer und Veranstaltungen aufgelistet. Der Fairness halber sollte man erwähnen, dass selbstverständlich nicht jedes Jahr alle angeboten wurden. In den durchschnittlichen 14Semestern bis zum Diplom, war es früher aber wohl möglich viele dieser Kurse zu belegen (sonst würden sie nicht aufgelistet; Stand 21.04.2010). In den Studienverlaufsplänen Bachelor BWL / VWL oder der Äquivalenzliste, welche aufzählt, welche Diplomstudiengänge in den Bachelor überführt wurden, finden sich nicht einmal mehr 10% der Diplomkurse wieder. Wirtschaftsenglisch, Statistische Methoden zur Erfassung von Lebensqualitäten, Seminar zur Wirtschaftsinformatik. Alles Kurse die man im Bachelor vergebens sucht.

Mit dem nötigen Willen scheint Vieles möglich: Universitäten korrigieren fehlkonstruierte Bachelor-Studiengänge / Wo bleibt die FU?

SZ: Mehr Freiheit für Studenten – Unis lockern Satzungen zum neuen Semester

Tagesspiegel: „Auf Augenhöhe mit den Großen“ – Die TU Berlin bricht auf – mit neuen Plänen für Forschung und Lehre

Anhand der beiden oben genannten Presseberichte ist deutlich erkennbar, dass mit dem nötigen Willen auch schnell auf Missstände an den deutschen Universtitäten reagiert werden kann. Die TU hat angekündigt, in drei Studiengängen ein sogenanntes „Y-Modell“ einzuführen. „Die Studierenden können nach drei Jahren im Bachelor entscheiden, ob sie ein weiteres stark berufsbezogenes Jahr im Bachelor absolvieren und dann in den Beruf gehen oder ob sie lieber in ein zweijähriges Masterstudium wechseln wollen“, schreibt der Tagesspiegel. Zu diesem Modell führte unter anderem die Bologna-Vorgabe, dass Bachelor und Master zusammen nicht mehr als 10 Semester umfassen dürfen. Auch an den bayerischen Universitäten hat man mittlerweile Handlungsbedarf erkannt. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat die LMU die Prüfungsdichte im Bachelorstudium spürbar herabgesetzt. Dafür wurden dort die Satzungen von ungefähr 80 Bachelor-Studiengängen in einer Art Schnellverfahren geändert. Auch bereits immatrikulierte Studierende können nun von diesen Veränderungen profitieren. Das Totschlagargument der langsamen Bürokratie scheint damit entkräftet Weitere Beispiele für derartige Initiativen sind die Unis Erlangen-Nürnberg, Augsburg, Bayreuth, Regensburg und die TU München. Auch an vielen Fachhochschulen werden derzeit dringend nötige Veränderungen forciert.

Wenn man sich da die FU anschaut, wird man fast neidisch. Es bleibt zu hoffen, dass das neu gewählte Präsidium die Zeichen der Zeit erkennt und endlich auf die umfassenden Bildungsproteste aus dem letzten Jahr reagiert. Wenn man sich Beispiele wie den vermeintlich politisch motivierten Rauswurf von Prof. Dr. Hajo Funke durch die Übergangspräsidentin der FU vor Augen führt, bei dem man sich derzeit gleichzeitig eines politischen Gegners als auch eines kritischen Professors zu entledigen versucht, bleibt nur zu hoffen, dass es mit dem neuen Präsidium besser wird.

Skandal an der Freien Uni – Willkürlicher Professoren-Rauswurf schlägt Wellen!!

Ein neuer Skandal an der Freien Universität bahnt sich an: Übergangspräsidentin Lehmkuhl setzt sich über den Willen universitärer Gremien hinweg und verhindert die Verlängerung eines kritischen Professors!!

Hier ein Link: Eklat an der Freien Universität Berlin – Präsidentin will Experten für Rechtsextremismus in Zwangsruhestand versetzen.

Alternatives Vorlesungsverzeichnis für das SoSe2010 veröffentlicht!!

Das alternative Veranstaltungsverzeichnis ist draußen. Schafft ein bisschen Platz in eurem Stundenplan und guckt über den Tellerrand: http://wiki.bildung-schadet-nicht.de/index.php/AVV/Sommer10.

Stipendienführer von Zeit Online

Auf den Seiten von Zeit Online unter http://marktplatz.zeit.de/stipendienfuehrer/ findet sich ein äußerst nützlicher „Stipendienführer“. Versucht Euer Glück – oft gibt es ungeahnte Möglichkeiten, eine Förderung zu erhalten und einen Versuch ist es allemal Wert!!

Infoveranstaltung für Bachelorstudierende – Vorstellung der VWL-Masterstudiengänge

Für all diejenigen VWL-Bachelorstudierenden unter Euch, die nach Ihrem Abschluss direkt mit einem Masterstudium an der FU fortfahren wollen, wird es am 14.04.2010 ab 14:00 Uhr (c.t.) im Hörsaal B des HFB eine kurze Infoveranstaltung zum Thema geben. Dabei werden die Masterstudiengänge Economics, Public Economics und Statistics von den Professoren Bester, Corneo und Rendtel präsentiert und wichtige Veränderungen in diesen Studiengängen zum Wintersemester 2010/2011 vorgestellt. Solltet Ihr darüber hinaus noch Fragen haben, könnt Ihr sie dort stellen.




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