Archiv der Kategorie 'FBR'

WICHTIGER HINWEIS BEZÜGLICH EURER KLAUSUREN IM BESETZTEN HÖRSAAL 1A!

+++ UPDATE +++

Der Hörsaal wurde geräumt und steht für die Klausuren zur Verfügung!!!

Bitte beachtet alle Informationen Eurer Lehrstühle bezüglich der Klausurtermine im besetzten Hörsaal 1A.
Wie hier verfahren wird, sollte sicherlich auch noch einmal auf der morgigen Fachbereichsratsitzung thematisiert werden. Ansonsten empfehlen wir Euch Eure Dozenten daraufhin anzusprechen!

Ergebnisse des Fachbereichstags Wiwiss (WiSe09/10)

Zunächst möchten wir uns noch einmal herzlich bei allen Beteiligten für das aktive Mitgestalten unseres ersten Fachbereichstags bedanken.

Wir haben in einer pdf-Datei sämtliche Protokolle der einzelnen Arbeitsgruppen zusammengetragen.

Wir hoffen, dass der Fachbereichstag allen Beteiligten zumindest einige interessante Blickwinkel zur Verbesserung der Studien- und Lehrsituation an unserem Fachbereich aufzeigen konnte. Vielleicht lohnt sich darüber hinausgehend auch der Gedanke, den Fachbereichstag zu einer jährlich wiederkehrenden Veranstaltung wachsen zu lassen, um auch langfristig eine Plattform der Kommunikation und Diskussion aller am universitären Leben beteiligten Personen zu schaffen.

Merkblatt zu Zwangsberatungen überarbeitet!

Auf unser Bitten hin hat der Fachbereich Wirtschaftswissenschaft das Merkblatt für Professoren bezüglich Zwangsberatungen dahingehend überarbeitet, dass nun deutlich daraus hervorgeht, dass es sich bei der Prüfungsberatung um ein ergebnisoffenes Verfahren handeln muss und persönliche Umstände des Studierenden bei der Auflagenerteilung in jedem Fall zu berücksichtigen sind.

Auch wenn es sich bei der Checkliste, wie vom Fachbereich erklärt, um kein rechtsverbindliches Dokument handelt, gab diese den beratenden Professor_innen bisher dennoch in sehr einseitiger Art und Weise Richtlinien vor und wies in keinster Weise auf mögliche, im Einzelfall gerechtfertigte Abweichungen von diesen Richtlinien hin. Sie suggerierte mit Formulierungen wie „…, so wird die Auflage erteilt“ fast schon Muss-Bestimmungen. Dem § 13 der Satzung für Studienangelegenheiten sowie den zugehörigen Richtlinien trug diese Checkliste in unseren Augen daher nur ungenügend Rechnung. Diese fordern von der Zwangsberatung ganz klar eine Berücksichtigung persönlicher Umstände des Studierenden. Zur Kritik an der bisherigen Checkliste sei auch auf folgenden Beitrag des AStA FU verwiesen: http://astafu.blogsport.de/2009/01/13/zwangsexmatrikulationen-asta-fu-unterstuetzt-musterklage-am-fb-wirtschaftswissenschaft/.

Im neuen Merkblatt wird nun an verschiedenen Stellen explizit auf ein ergebnisofffenes Verfahren hingewiesen. Auch die oben angesprochenen Formulierungen, welche Muss-Bestimmungen suggerierten, wurden durchgängig überarbeitet. In der jetzigen Form ist das Merkblatt in unseren Augen sowohl für Professoren als auch für betroffene Studierende eine Hilfestellung zur Durchführung und Vorbereitung der Zwangsberatungen. Unsere grundlegende Ablehnung von Zwangsberatungen bleibt dennoch ausdrücklich bestehen, es war uns allerdings unabhängig davon wichtig, die bisherige Praxis bezüglich dieser Beratungen am Fachbereich etwas studierendenfreundlicher zu gestalten.

Erinnerung: Fachbereichstag des FB Wiwiss am Mittwoch ab 12 Uhr!!

Am Mittwoch, dem 27.01.2010, findet der Fachbereichstag des FB Wiwiss statt. Der Tag beginnt um 12 Uhr mit einer Auftaktveranstaltung im HS 101. Hier die offizielle Ankündigung. Bringt Euch ein und macht auf Probleme aufmerksam – wir hoffen auf eine rege Beteiligung!
Infos zu Organisation und Ablauf findet Ihr unter www.fbt-wiwiss.de.vu. Das letzte studentische Vorbereitungstreffen findet morgen, am 26.01.2010, um 18 Uhr im Büro der fsi wiwiss statt.

Unstimmigkeiten bei der Arbeit des Prüfungsbüros – FB Wiwiss lehnt studentisches Gesprächsgesuch ab!!

Derzeit handelt das Prüfungsbüro Wiwiss anhand zweier Einzelfälle mit Präzedenzcharakter zutiefst intransparent, inkulant und studierendenfeindlich. Es geht hierbei um ein neu eingeführtes Anmeldeverfahren in den Bachelor- und Master-Studiengängen des Fachbereichs, das sogenannte „Check-in“ Verfahren, sowie um die Praxis der Wahlfach-Anrechnung im Diplom.

Zum einen wurde einem Studierenden, welcher es versäumt hatte sich auf den gelben Listen für einer Klausur einzutragen, auf seine Anfrage an das Prüfungsbüro bezüglich der Bitte um Nachholung dieser Anmeldung mitgeteilt, dass er die Klausur daher nicht mitschreiben könne.
Diese Entscheidung ist in unseren Augen aus verschiedenen Gründen nicht tragbar: Der Studierende hat seinen Fehler selbst bemerkt und sich dahingehend eigenständig an das Prüfungsbüro gewandt, um das Problem zu lösen. Das Prüfungsbüro scheint hier also prinzipiell nicht an einer Lösung interessiert zu sein, obwohl es in Einzelfällen definitiv Spielraum für kulante Lösungen gibt bzw. geben sollte – gerade in Anbetracht der erst kürzlichen Einführung des Anmeldeverfahrens. Hier spielt auch die Verhältnismäßigkeit eine Rolle, zumal einzelnen Studierenden, welche die Anmeldung auf den gelben Listen versäumt haben, eine Teilnahme an der Prüfung erst ein Jahr später wieder möglich ist. Dem entgegen ist der FBR in seinen Entscheidungen regelmäßig bestrebt, Studierende so schnell wie möglich zum Abschluss zu führen. Am konkreten Beispiel lässt sich die Politik des FBR, des höchsten beschlussfassenden Gremiums am FB, also in keinster Weise nachvollziehen. Zudem sind wir aufgrund der entsprechenden Absätze in der Satzung für Allgemeine Prüfungsangelegenheiten (SfAP) sowie in den Studien- und Prüfungsordnungen unserer Bachelor/Master-Studiengänge der Meinung, dass die obligatorische Anmeldung auf den gelben Listen rechtswidrig ist und dass somit lediglich die Anmeldung im Campus Management rechtsverbindlich ist. Diese Information erhielten wir auch im Rahmen der Beschlussfassung über das Check-in Verfahren im Prüfungsausschuss am 14.10.2009 sowie im Rahmen der Information über das neue Anmeldeverfahren auf der FBR-Sitzung am 21.10.2009. Das neue Anmeldeverfahren sollte ursprünglich lediglich die vereinfachte Bereitstellung angemessen großer Räume und angemessen vieler Aufsichten ermöglichen, ein kulanter Umgang in Einzelfällen wurde uns versichert. Ausschließlich unter dieser Maßgabe waren wir damals bereit, die Einführung des Check-in Verfahrens mitzutragen. Durch einige Dozierende soll die Anmeldung auf den gelben Listen nach unseren Informationen wohl auch als optional dargestellt worden sein. Wir gehen davon aus, dass der Studierende bei weitem nicht der einzige mit einem derartigen Problem am FB ist.

Weiterhin sind uns Fälle bekannt geworden, in denen Studierende der auslaufenden Studiengänge größte Schwierigkeiten bei der Anerkennung ihrer bereits absolvierten Wahlfächer haben. Eine Studentin erhielt am konkreten Beispiel des (Wahl-)Fachs Ethnologie die Information, dass die Diplom-Studienordnung eine Anerkennung nicht hergäbe.
Dies ist in Anbetracht des § 15 (5) der Diplom-Studienordnung in unseren Augen grob falsch. Trotz intensiver Erklärung der inhaltlichen Beweggründe für die Wahl des Fachs Ethologie durch die Studentin wurde bezweifelt, dass es irgendeinen vernünftigen Zusammenhang zwischen dem Fach Wirtschaftswissenschaft und dem Fach Ethnologie gäbe. Dabei gibt es neben einem entsprechenden Gutachten, welches dem Prüfungsbüro vorliegt und eine Anrechenbarkeit nahelegt, an diversen anderen deutschen Unis Angebote im Bereich „Wirtschaftsethnologie“. Weder wir noch die Studentin erhielten bis jetzt eine inhaltliche Begründung für die Probleme bei der Anrechnung. Es ist uns auch hier vollkommen unverständlich, warum das Prüfungsbüro sich ganz offensichtlich auf explizit in der Studienordnung genannte anrechenbare Fächer beschränkt, wenn der Fachbereich doch bestrebt ist, seine Studierenden (gerade der auslaufenden Studiengänge) zu einem zügigen Abschluss zu führen und die Studienordnung eine Anrechenbarkeit auch bei jedem anderen, nicht explizit genannten Fach potentiell einschließt. Auch hier gehen wir davon aus, dass es sich bei weitem nicht um den einzigen Fall von Problemen bei der Wahlfach-Anrechnung im Diplom handelt.

Ein Gesprächsgesuch der Betroffenen sowie studentischer Gremienvertreter an den Vorsitzenden des Prüfungsbüros Prof. Dr. Hundsdoerfer sowie an das Dekanat des FB Wiwiss wurde durch diese bereits mit Verweis auf alleinige Entscheidungskompetenz des Prüfungsausschusses in diesen Fragen abgelehnt. Der Sachverhalt mit den gelben Listen wird mittlerweile vom Rechtsamt geprüft und liegt auch der Vizepräsidentin der FU, Univ-Prof. Dr. Dr. Keitel Kreidt, vor. Auch bezüglich der Wahlfach-Anrechnung streben wir eine Überprüfung des Sachverhalts an.

Das vorläufige Endergebnis zu den Wahlen zum Studierendenparlament und Fachschaftsräten 2010

Das vorläufige Endergebnis der StuPa und FSR Wahlen 2010 ist da und wir können, dank Euch, auf ein wirklich tolles Ergebnis blicken.

StuPa – 2 von 60 Sitzen (+1)
Wahlbeteiligung StuPa: 14,23% (+2,95% zum Vorjahr)
FSR – 5 von 7 Sitzen (+1)
Wahlbeteiligung FSR: 17,22% (+6,65% zum Vorjahr)

Ein riesiges Dankeschön dafür!!!
Jetzt erst recht angespornt, werden wir uns in den nächsten Wochen an den Revisionsprozess der BA/MA Studiengänge ranmachen und weiterhin für all Eure Interessen mit ganzer Kraft eintreten.

Eure fsi wiwiss

Nächstes studentisches Vorbereitungstreffen für den Fachbereichstag am 19.01.

Das nächste studentische Vorbereitungstreffen für den Fachbereichstag am FB Wiwiss am 27.01. wird am Dienstag, dem 19.01. um 18 Uhr im Büro der fsi wiwiss stattfinden. Wir freuen uns über jede Unterstützung bei der Organisation.

Offener Brief an die Vizepräsidentin der FU: fsi wiwiss lehnt Schaffung eines „Präsidialen Beirats“ ab!!

Vor kurzem hat das Präsidium der FU eine Initiative zur Schaffung eines sogenannten „Präsidialen Beirats“ in die Wege geleitet. In einem Anschreiben wurden die Studierendenvertreter an den einzelnen Fachbereichen gebeten, jeweils einen Vertreter zu bestätigen bzw. in Ausnahmefällen selbst zu benennen, welcher den Fachbereich in dem präsidiumseigenen Gremium vertritt. Diese Initiative ist allerdings aus studentischer Sicht mit viel Skepsis zu bewerten. Die Antwort der fsi wiwiss an die Vizepräsidentin der FU im Rahmen eines offenen Briefs findet sich im Folgenden:

Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Dr. Keitel-Kreidt,

die fsi wiwiss als eine von beiden im FBR Wiwiss vertretenen studentischen Gruppen lehnt die Einrichtung eines sogenannten „Präsidialen Beirats“ aus folgenden Gründen ab:

  • In unseren Augen war die ursprüngliche Intention des Präsidiums, mit der Schaffung eines „Präsidialen Beirats“ die Bildungsstreik-Anträge an den gewählten Studierendenvertretern in AS und KfL vorbei zu diskutieren. So weigerte sich das Präsidium die Anträge im AS zu diskutieren, verschob sie in die KfL und blockierte dort von studentischer Seite benannte Vertreter. Anschließend wurde versucht ein neues Gremium zu schaffen, in welchem das Präsidium auch formal das Recht hat, Einfluss auf die Wahl der zugelassenen Studierendenvertreter zu nehmen. Diese Intention lässt erhebliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit Ihrer Initiative aufkommen.
  • Wenn sich das Präsidium anmaßt, in irgendeiner Form Einfluss auf studentische Vertreter zu nehmen, im Fall des „Präsidialen Beirats“ gar eine vorgefertigte Liste mit studentischen Vertretern präsentiert, dann ist dies allein aus Gründen demokratischer Kultur strikt abzulehnen.
  • Es gibt mit dem „Runden Tisch“ bereits ein entsprechendes Gremium zum Informationsaustausch, welches basisdemokratisch konzipiert ist und aus studentischer Sicht bereits erste Erfolge erzielt hat. Dort werden die Bildungsstreik-Anträge nun endlich diskutiert, das Präsidium hält aber dennoch an der Idee eines „Präsidialen Beirats“ fest und behindert den „Runden Tisch“ derzeit wo es geht. So hörten wir von größten Schwierigkeiten bei der Einrichtung eines Mailverteilers und einer offiziellen Internetpräsenz des „Runden Tischs“. Daher scheint uns das Festhalten des Präsidiums an der Idee des „Präsidialen Beirats“ wie ein Versuch, den „Runden Tisch“ zu diskreditieren und bei diesen und zukünftigen studentischen Anträgen doch noch zu anderen, dem Präsidium genehmeren Ergebnissen zu kommen. Der „Runde Tisch“ scheint uns mit seinem basisdemokratischen Aufbau auch prinzipiell geeigneter, möglichst viele zu beteiligen und ein breites Spektrum an vorhandenen Problemen ansprechen zu können.
  • Die Intention, nur Bachelor/Master-Studierende zu beteiligen ist auf den ersten Blick eine sinnvolle Überlegung, dient aber in unseren Augen lediglich dazu, den BA/MA-Revisionsprozess abzuschwächen, indem jegliche Vertreter mit Kenntnis des alten Studiensystems von vornherein ausgeschlossen werden, obwohl diese – sofern seit langem in Gremien aktiv – auch als Studierende der auslaufenden Studiengänge einen guten Überblick über Probleme im BA/MA-System haben können. Weiterhin gibt es nachwievor einen erheblichen Anteil Studierender in den auslaufenden Studiengängen, deren Probleme hier keinen mehr zu interessieren scheinen.

Aufgrund der angeführten Bedenken hat der FBR PolSoz bereits einen entsprechenden ablehnenden Beschluss bezüglich des Präsidialen Beirats gefasst. An unserem Fachbereich ist ein solcher Beschluss aufgrund der Haltung der LHG leider nicht realistisch. Daher wird sich die LHG zu gegebener Zeit bei Ihnen melden und einen Vertreter unseres Fachbereichs benennen, welcher dennoch auch unser Vertrauen genießt. Unser Protest richtet sich ausdrücklich nicht gegen Kandidaten, sondern gegen die Intention, welche das Präsidium mit der Einrichtung dieses Gremiums in unseren Augen verfolgt. Sollte das Präsidium den „Runden Tisch“ zukünftig nicht mehr behindern, werden wir unsere Einstellung gegenüber dem „Präsidialen Beirat“ sicherlich noch einmal kritisch reflektieren. Dieser Brief wird ab heute auch auf unserem Blog unter fsiwiwiss.blogsport.de zu finden sein.

Mit freundlichen Grüßen
Philipp Bahrt, André Micklich i.A. fsi wiwiss

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Fachschaftsinitiative Wirtschaftswissenschaften
Freie Universität Berlin
Garystr 21 Berlin

fsiwiwiss.blogsport.de
fsiwiwiss@googlemail.com

Fachbereichstag des FB Wiwiss am 27.01. – Bringt euch ein!!

Der auf der letzten Sitzung des FBR Wiwiss beschlossene Fachbereichstag wird am 27.01.2010 stattfinden – darauf einigten sich Vertreter der Studierenden und des Fachbereichs. Der Fachbereichstag soll einen Raum darstellen, in dem sich alle am Fachbereich vertretenen Gruppen gemeinsam über bestehende Probleme und mögliche Lösungsmöglichkeiten austauschen und verständigen können. Das nächste Vorbereitungstreffen zwischen Studierenden und Professoren findet direkt vor dem Fachbereichstag am 25.01.2010 statt, das nächste Koordinierungstreffen der Studierenden findet bereits am 12.01.2010 um 18 Uhr im Büro der fsi wiwiss statt.

Wer sich einbringen möchte, ist herzlich willkommen – es gibt noch viel zu organisieren!! Bisher besteht die Orgagruppe von studentischer Seite aus 5 VWL Bachelorstudis und ist somit nicht nur unterbesetzt sondern auch viel zu homogen. Dringend werden interessierte BWL-Bachelor, Master-Studenten und Diplomer gesucht, die Interesse haben ihre Ideen einzubringen. Der Fachbereichstag soll ein offenes Diskussionforum werden, je mehr sich einbringen, desto breiter das Angebot, desto besser wird der Tag. Infos findet ihr unter fsiwiwiss.animux.de/mediawiki. Zur Koordinierung wurde auch ein Mailverteiler eingerichtet, in den man sich hier selbst eintragen kann.

Auch wissenschaftliche und sonstige Mitarbeiter sind ausdrücklich dazu aufgerufen, sich an dem Tag zu beteiligen. Zur Organisation und Planung kann und soll das oben verlinkte Wiki genutzt werden.

Bericht von der Sitzung des FBR-Wiwiss am 09.12. / FBR Wiwiss beschließt Veranstaltung eines Fachbereichstags

Die letzte Sitzung des Fachbereichsrats Wirtschaftswissenschaft am 09.12.09 verlief sehr konstruktiv und erfolgreich aus Sicht der Studierenden. Prodekan Prof. Dr. Schöb vertrat Dekan Prof. Dr. Kleinaltenkamp und leitete die Sitzung. Weiterhin waren auch sechs Studierende anwesend inklusive der beiden gewählten studentischen Vertreter von LHG und fsi wiwiss.
Auf der Sitzung äußerte sich eine starke Unzufriedenheit der Professoren mit den derzeitigen Zielvereinbarungsverhandlungen mit dem Präsidium. Das Präsidium forderte hier teils nicht nachvollziehbare und kaum erreichbare Punkte ein. So soll der Fachbereich unter anderem die Anzahl der Alexander von Humboldt-Professuren in absehbarer Zeit von 0 auf 2 erhöhen, was relativ schwer bis gar nicht zu erreichen sein sollte. Fairerweise ist festzuhalten, dass das Präsidium seinerseits Zielvorgaben vom Senat erhält und einige somit „nur“ von oben nach unten weiterreicht. Das allein ist natürlich keine Rechtfertigung. Erst recht nicht, wenn darüber hinaus verkündet wird, dass 30% mehr Drittmittel eingeworben werden müssen und dies bei einem gleichzeitigen Rückgang der Professorenstellen von rund 26% stattfindet. Ob sich diese Werte lediglich auf den Fachbereich beziehen und über welchen Zeitraum sie sich erstrecken, blieb unklar.
Im Anschluss wurden Zahlen über die Studierenden der auslaufenden Studiengänge unseres Fachbereichs in fortgeschrittenen Fachsemestern vorgelegt. Es wurde vom Dekanat darauf hingewiesen, dass hier Zwangsberatungen verstärkt zu einem Studienabschluss führen sollten. Daraufhin merkten wir an, dass wir das an unserem Fachbereich geltende Merkblatt zu Zwangsberatungen für rechtlich durchaus bedenklich halten. Laut Fachbereich ist dieses Merkblatt in keinster Weise bindend und soll nur eine Hilfestellung zur Durchführung darstellen – daher sah man hier keinen Handlungsbedarf. Unsere grundsätzliche Ablehnung von Zwangsberatungen ist dem FBR indessen bekannt. In diesem Zusammenhang sprachen wir auch das Maluspunktesystem im Diplom an, welches nach unseren Informationen rechtswidrig sein dürfte. Ein Wiederholungsversuch muss für jede Prüfung gewährleistet werden – dies ist im Diplom-Hauptstudium nicht der Fall, da man bei fast vollem Maluspunktekonto durch den Erstversuch einer Prüfung aus dem Studium ausscheiden könnte. Wir schlugen vor, nicht bestandene Prüfungen erst ab dem Wiederholungsversuch mit Maluspunkten zu ahnden, um die Rechtswidrigkeit zu vermeiden. Dies würden wir gerade in Anbetracht der angekündigten verstärkten Anwendung der Zwangsberatungs-Auflagen einer Regelung wie in den Bachelor-Studiengängen des Fachbereichs vorziehen. Dort gibt es nur eine Sonderregelung für die letzte Prüfung vor dem Aufbrauchen des Bonuspunkekontos – diese darf, sofern sie einen Erstversuch darstellt, trotz Aufbrauchen des Bonuspunktekontos noch einmal wiederholt werden. Prof. Dr. Hundsdoerfer, Vorsitzender des Prüfungsbüros, versprach eine mögliche Rechtswidrigkeit zu prüfen.
Unter anderem wurde gestern auch die kürzlich im Akademischen Senats der FU verabschiedete Empfehlung diskutiert, Anwesenheitslisten abzuschaffen. Da dieses Thema an unserem Fachbereich aufgrund verhältnismäßig wenig angebotener Seminare und annähernd vollständig Anwesenheitspflicht-freien Vorlesungen derzeit keine große Rolle spielt, sind wir mit dem Fachbereich zunächst so verblieben, dass wir das Thema nochmals aufnehmen werden, sollten Fälle bekannt werden, in denen die nur selten am Fachbereich vorkommende (und in der Regel dann auch gerechtfertigte) Anwesenheitspflicht tatsächlich zu Problemen führt bzw. zu streng ausgelegt wird. Weiterhin wurde darauf hingewiesen, dass im Falle einer Abschaffung jede einzelne Studienordnung geändert werden müsste, was einen starken Verwaltungsaufwand erzeugen würde.
Auf Initiative der fsi wiwiss und der anderen anwesenden engagierten Studierenden hin wurde außerdem die offizielle Veranstaltung eines „Fachbereichstags“ im Januar 2010 beschlossen. Im Zuge der Empfehlung des Akademischen Senats an die Fachbereiche und Institute, Fachbereichs- bzw. Institutstage zu veranstalten, im Zuge des bundesweiten Bildungsstreiks sowie im Zusammenhang mit der auf der gestrigen FBR-Sitzung vorgestellten vollständigen Auswertung der Textantworten unserer Umfrage wollen wir damit einen Raum schaffen, in dem sich alle am Fachbereich vertretenen Gruppen gemeinsam über bestehende Probleme und mögliche Lösungsmöglichkeiten austauschen und verständigen können. Im Anschluss ist auch eine Vollversammlung aller Studierenden des Fachbereichs geplant. Fachbereichs- und Institutsversammlungen sind als Soll-Bestimmungen im Berliner Hochschulgesetz (sogar für jedes Semester) verankert, werden jedoch real nur sehr selten veranstaltet. Umso wichtiger ist also auch eine rege Beteiligung an diesem Angebot. Wir halten euch diesbezüglich auf dem Laufenden. Wer sich gar selber bei der Vorbereitung mit einbringen möchte, sei auf den Mailverteiler sowie auf das Wiki zum FB-Tag verwiesen.
Auch die Problematik der Aushangmöglichkeiten für Studierende am Fachbereich riefen wir nochmals in Erinnerung. Leider erhielten wir bis dato noch keine Einladung des Dekans zu der angekündigten AG, welche auf eine Klärung dieses Problems hinarbeiten sollte. In Anbetracht der unmittelbar bevorstehenden Wahlen zu Studierendenparlament und Fachschaftsrat haben wir uns daher mit dem Fachbereich zunächst darauf geeinigt, dass für die Zeit der Wahlen ein Aufsteller im Hörsaal-Gang des Gebäudes Garystraße 21 für Wahlwerbung und -information zur Verfügung gestellt wird. Prof. Dr. Schreyögg betonte an dieser Stelle noch einmal seine Unterstützung einer stärkeren Präsenz studentischer Web-Angebote auf der Fachbereichs-Website. An einer Umsetzung dessen arbeiten wir bereits.
Abschließend kam noch die Häufung uns bekannter Probleme von Studierenden mit dem Prüfungsbüro des Fachbereichs zur Sprache. Hier warfen wir die Frage auf, ob diese Probleme möglicherweise aus zu strengen Richtlinien oder aus einer chronischen Unterfinanzierung und einer damit einhergehenden Überlastung des Prüfungsbüros resultierten. Prof. Dr. Hundsdoerfer berief sich bezüglich der angewandten Richtlinien auf offiziell vorgegebene Richtlinien z.B. des BaföG-Amts, welche beispielsweise auch in der Bescheinigung von Prüfungsleistungen für Auslandsstudien zur Anwendung kämen. Diese seien teilweise ziemlich streng. Ob eine analoge Anwendung rechtlich zwingend ist, bleibt für uns zu überprüfen. Solltet ihr große Probleme mit dem Prüfungsbüro haben und sollte der Eindruck entstehen, dass eure Rechte dabei in irgendeiner Form verletzt sein könnten, lohnt prinzipiell ein Besuch bei der AStA-Hochschulberatung. Die Frage hinsichtlich einer möglichen Unterfinanzierung wurde in der Diskussion nicht weiter verfolgt. Dies ist sicher aber ein Punkt, den es sich durchaus nochmal aufzunehmen lohnt. Auch die regelmäßig wiederkehrenden Probleme mit Überschneidungen im Klausurplan wurden von uns in diesem Zusammenhang noch aufgegriffen. Hier zeigte sich das Prüfungsbüro bereits kurz vor der gestrigen FBR-Sitzung nach zwei entsprechenden Anfragen der fsi wiwiss etwas kompromissbereiter, in denen wir einen kulanteren Umgang mit Überschneidungsproblemen forderten. Nachwievor ist man aber nicht in jedem Fall bereit, auftretende Überschneidungen nachzubessern. Dies liegt in unseren Augen weniger an Unwillen, als an unserem Prüfungssystem, welches keine Alternativtermine vorsieht und somit notwendigerweise in vielen Fällen zu Überschneidungen führt. Da dieses Prüfungssystem im FBR so gewünscht ist, baten wir darum, sich dann eben auch stärker auftretenden Problemen anzunehmen. Leider konzentriert man sich bei der Argumentation dort sehr auf Studierende, welche im Regelstudienverlaufsplan studieren, was wohl eher die Ausnahme darstellen sollte. Daher ist es in unseren Augen wichtig, auch weiterhin darüber nachzudenken, ob unser derzeitiges Prüfungssystem so tragbar ist. Bei der Diskussion wurde auch einer unserer Vorschläge aufgegriffen, in den kommenden Semestern Klausurräume als Joker zu reservieren, damit das Prüfungsbüro in Zukunft auch im Nachhinein noch handlungsfähig ist, was das Auftreten von Überschneidungen angeht. Damit könnte man selbst im derzeitigen Prüfungssystem eine deutlich bessere Situation schaffen.




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