FU versenkt unter mysteriösen Umständen eine Million Euro in New Yorker Auslandsbüro

Wer in den letzten Tagen aufmerksam in der Tagespresse mitgelesen hat, wird sicherlich schon gehört haben, dass die FU Berlin ungefähr eine Million Euro mit einem Fundraising-Projekt in New York verloren hat. An dieser Stelle sei auf zwei Berichte diesbezüglich bei SpiegelOnline sowie im Tagesspiegel verwiesen. Ein Vorgang von politischer Dimension, schaltete sich doch kürzlich sogar der Rechnungshof in die Sache ein.

Aus aktuellem Anlass klärt die FSI OSI in einem Blogeintrag über die Bedeutung dieses Vorgangs sowie über die bereits seit langem geäußerte studentische Kritik an finanzintensiven Fundraising-Projekten auf.

Den extremen Umfang der verschleuderten Summe darf jeder Studierende der FU getrost als Schlag ins Gesicht verstehen, ist doch die fehlende Finanzierbarkeit in Fachbereichs- und Institutsräten an der gesamten FU selbst bei minimalen Summen das obligatorische Totschlagargument. Während Studierende vergeblich um die Erhaltung von Professuren, ein breiteres Lehrangebot oder um ganz konkrete organisatorische Verbesserungen im Umfang von einigen hundert oder tausend Euro kämpfen, sitzt das Geld auf zentraler Ebene der Uni scheinbar ziemlich locker – gerade wenn es um Prestige und Exzellenz geht. Ob sich Exzellenz bei so einer Prioritätensetzung aber überhaupt noch rechtfertigen lässt, ist wohl eine andere Frage..

Update (24.05.10, 2:58 Uhr):

Weitere Links zum Thema:
- Berliner Morgenpost – Freie Universität stoppt Kooperation mit den USA
- Der Tagesspiegel – Falsche Freunde





Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: