Bericht zur FBR-Sitzung am 10.02.2010

Auf der Sitzung des Fachbereichsrats Wirtschaftswissenschaft am 10.02.2010 wurde unter anderem die Unzufriedenheit von Studierenden, Mitarbeitern und Professoren mit der neu eröffneten verkleinerten und vegetarischen Mensa I thematisiert. Es wurde festgestellt, dass die Mensa I regelmäßig überfüllt ist, die Servicequalität zu wünschen übrig lässt und die Preise überhöht sind. Von allen Seiten äußerte man sich überaus enttäuscht und unzufrieden mit der derzeitigen Verpflegungssituation auf dem Campus, erst recht in Anbetracht der Art und Weise, wie das Studentenwerk die Verkleinerung der Mensa I gegen alle Widerstände der angrenzenden Fachbereiche und Institute als überaus erfolgreich und vorbildlich verkauft. Alle Rettungsversuche der alten Mensa I durch die angrenzenden Fachbereiche sowie durch die Studierenden gegenüber dem Präsidium der FU sowie gegenüber dem Studentenwerk, welches für die Teilschließung verantwortlich ist, waren seinerzeit erfolglos. Auch das Angebot der Cafeteria der Wirtschaftswissenschaftler im Gebäude Garystraße 21 wurde in diesem Zusammenhang angesprochen und in Frage gestellt. Das Angebot reicht nach Meinung des FBR bei weitem nicht aus, um den Wegfall der ursprünglichen Mensa I zu kompensieren und sollte diesbezüglich überprüft werden. Weiterhin wurde darüber informiert, dass dem „Monopolisten“ gekündigt worden ist.

Außerdem wurde auf der heutigen Sitzung der Fachbereichstag Wiwiss resümiert. Alle Beteiligten waren sich darüber einig, dass der Fachbereichstag einige interessante Blickwinkel zum Verständnis der jeweils anderen Seite aufgezeigt hat. Auch einige konkrete inhaltliche Aspekte wurden bereits aufgegriffen – diese werden jedoch in den entsprechenden Kommissionen bzw. mit dem neuen Präsidium geklärt werden müssen. Prof. Dr. Rendtel schlug an dieser Stelle, als Kompromiss bezüglich der im VWL Bachelor komplett fehlenden und durch die Studierenden gewünschten Seminare, die Bereitstellung alter Diplom- und Bachelorarbeiten der verschiedenen Lehrstühle durch die Bibliothek zwecks Vorbereitung der Abschlussarbeit vor. Negativ wurde die geringe Beteiligung durch die Studierenden am Fachbereichstag angemerkt, die in den Augen der Professoren darauf schließen lässt, dass die Probleme am Fachbereich doch in Wirklichkeit gar nicht so gravierend seien. Bei einer Beteiligung von ca. drei Diplomstudierenden fällt es tatsächlich schwer, bestehende Missstände glaubhaft gegenüber dem Fachbereich zu vermitteln. Das sollte allen Desinteressierten, welche erst bei ihren eigenen, konkreten Problemen tätig werden und sich dann lauthals über Missstände und eine nicht effektive Studierendenvertretung beschweren, zu denken geben. In den Bachelor und Master-Studiengängen waren glücklicherweise etwas mehr, verhältnismäßig allerdings ebenfalls sehr wenige Studierende vertreten. Angesichts dieser Kritik wurde der Sinn und Zweck einer Weiterführung des Fachbereichstages in den kommenden Semestern von der Professorenseite in Frage gestellt. Möglicherweise ist die geringe Beteiligung auch dem Bestehen diverser anderer, allerdings teils wenig bekannter Diskussionsplattformen geschuldet gewesen. Wir äußerten daher den Vorschlag, die bestehenden Diskussionsplattformen der verschiedenen Studiengänge wie zum Beispiel den „Bachelor-OpenSpace“ zukünftig zentral an einem Fachbereichstag stattfinden zu lassen. Dies eröffnete die Möglichkeit, an solch einem Tag auch die auf dem Fachbereichstag von den Studierenden gewünschte Vorstellung von Vertiefungsgebieten oder andere Initiativen unterzubringen sowie eine größere Publicity für den Tag und somit die verschiedenen Diskussionsplattformen zu erreichen.

Zuletzt wurde noch die Problematik des immer noch besetzten Hs 1a in der Silberlaube angesprochen, zumal dieser laut Prof. Dr. Hundsdoerfer für verschiedene Prüfungen unseres Fachbereichs fest eingeplant ist. Die Professoren des Fachbereichs fühlten sich hierbei vom Präsidium im Stich gelassen, zumal trotz Zusage für die Reservierung des HS 1a dieser voraussichtlich nicht geräumt werden soll, solange noch kein neues Präsidium gewählt worden ist. Es war in diesem Zusammenhang die Rede von einem Machtvakuum an der Spitze der FU, welches dazu führte, dass derzeit Anfragen unbeantwortet und Zuständigkeiten ungeklärt blieben. Wir haben in diesem Zusammenhang von der Abwicklung anderer Prüfungen in von den BesetzerInnen selbst organisierten Ausweich-Hörsälen gehört, welche auf eine unkomplizierte Lösung des Problems hoffen lassen. Achtet in nächster Zeit also unbedingt auf kurzfristige Ankündigungen des Fachbereichs. Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals ausdrücklich mit den BesetzerInnen solidarisieren, da sie mit der andauernden Besetzung des Audimax ein Zeichen für eine andere Idee von Bildung setzen, als sie derzeit vor allem an der FU praktiziert wird.
In Wiwiss-Sprache: Hier scheint die Grenzzahlungsbereitschaft für hochschulpolitisches Engagement und damit verbundene mögliche Verbesserungen der Studienbedingungen deutlich höher zu sein als an unserem Fachbereich. Wir scheinen in dieser Hinsicht eher ein Fachbereich von Trittbrettfahrern zu sein. Also seid bei allen möglichen Komplikationen der Klausurabwicklung nachsichtig mit den BesetzerInnen – sie finanzieren mit ihrer Arbeit ein öffentliches Gut, von dem ihr alle profitiert.





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