Archiv für Oktober 2009

Pressemitteilung: Mehrheit der Österreichischen Universitäten weiterhin besetzt!

Eine Chronologie der landesweiten Protestbewegung.

In den letzten Jahren verschärfte sich die Situation auf Österreichs Universitäten immer weiter: Studiengebühren wurden eingeführt, die Universitäten entdemokratisiert, Seminarplätze sind seit Jahren Mangelware. Diese Probleme sind nicht zuletzt auf krasse Unterfinanzierung sowie eine überhastete Einführung des auf den Bolognaprozess zurückzuführenden dreigliedrigen Studiensystems zurückzuführen. Diese Umstellung wurde auch genutzt um den Zugang zu ganzen Studienrichtungen zu beschränken.
An Gründen für den Protest hat es also in den letzten Jahren nicht gemangelt. Am Donnerstag den 22.10. lief das Fass schließlich über.

Um 12:00 Uhr versammelten sich mehrere hunderte Studierende der Akademie der Bildenden Künste (welche schon am Vortag besetzt wurde) sowie der Hauptuniversität Wien um auf ihre prekäre Situation aufmerksam zu machen. Recht schnell entschlossen sie sich, den Audimax der Universität Wien (den größten Hörsaal Österreichs) zu besetzen. Die Nachricht über diese Besetzung verbreitete sich wie ein Lauffeuer und aus den umgebenden Instituten schlossen sich Studierende der Besetzung an.

Was als spontane Kundgebung begann entwickelte sich im Laufe der nächsten acht Tage zu einer fast alle österreichischen Universitätsstädte umfassenden Protestbewegung. Weitere Hörsäle wurden besetzt bzw. Protestkundgebungen abgehalten. So wird beispielsweise die Universität Wien von mehreren tausend Menschen durchgehend besetzt. Von selbstorganisierten Arbeitsgruppen wurde eine regelrechte Infrastruktur aufgebaut, welche von der Versorgung mit Nahrungsmitteln über Erste Hilfe bis hin zu Rechtsberatung reicht. In knapp 100 inhaltlichen Arbeitsgruppen werden universitäts- und gesellschaftspolitische Alternativen diskutiert.

Am Tag sieben der Besetzung fand mit 40.000 TeilnehmerInnen in Wien eine der größten Bildungsdemos der österreichischen Geschichte statt. Tags darauf demonstrierten in der zweitgrößten österreichischen Stadt Graz mehrere tausend Studierende.

Die Studierenden treten mit einem breiten Forderungskatalog an die VerantwortungsträgerInnen in der Politik und an den Universitäten heran. So wird die Demokratisierung und Ausfinanzierung der Universitäten ebenso gefordert wie ein freier Bildungszugang für alle sowie eine Frauenquote von 50% auf allen Ebenen der Universität.

Neben vielen zivilgesellschaftlichen Organisationen in und außerhalb Österreichs solidarisierten sich inzwischen auch zahlreiche Lehrende der Universitäten mit den Forderungen der BesetzerInnen. Bestärkt durch die enorme Dynamik sowie die zahlreichen Solidaritätsbekundungen sind diese gewillt mit ihrer Besetzung und weiteren Protestaktionen fortzufahren.

Weitere aktuelle Infos zum Thema gibt es unter unsereuni.at.

Sozialismus – Von der Aktualität einer Utopie

Am 10. November präsentieren der AStA FU, die Antifaschistische Linke Liste und die Redaktion der PROKLA – Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft eine spannende Podiumsdiskussion. Fünf ReferentInnen diskutieren ausgehend von der Geschichtswissenschaft, Politologie bis hin zur Informatik eine Streitfrage, die im Lehrbetrieb der FU nur noch selten verhandelt wird: die Frage nach der Aktualität sozialistischer Konzepte.

Die Veranstaltung findet statt an der FU Berlin um 18h im Hörsaal 1a der Silberlaube, Habelschwerdter Allee 29-45, U-3 Dahlem Dorf.

Plenumstermin der fsi wiwiss nochmals geändert

Bei unserem Plenumstermin für dieses Semester hat sich nochmal was verändert. Wir treffen uns nun Dienstag 18-20 Uhr im fsi-Büro (siehe fsiwiwiss.blogsport.de/kontakt/). Weiterhin ist das Büro auch am Montag zwischen 12 und 14 Uhr mit großer Wahrscheinlichkeit regelmäßig besetzt.
Auf unserem wöchentlichen Plenum besprechen wir bei ein paar Tassen Kaffee regelmäßig aktuelle Entwicklungen am Fachbereich und koordinieren unsere Arbeit in den Gremien. Wer Interesse oder Fragen hat, kann jederzeit bei uns vorbeikommen, sofern das Büro besetzt ist.

Erinnerung: fsi-Party am 28.10. im Festsaal Kreuzberg

Vollversammlung der Studierenden der FU-Berlin

Am Donnerstag, dem 29.10.2009, findet um 14 Uhr eine Vollversammlung ALLER Studierenden der Freien Universität Berlin im Hörsaal 1A in der Silberlaube statt.
Wir bitten alle Studierenden des Fachbereiches, unabhängig davon ob eine Veranstaltung statt findet, an der Vollversammlung teilzunehmen. Die Probleme am Fachbereich, der Universität sowie im bundesdeutschen Bildungssystem sind viel zu erdrückend, als das sie uns nicht alle etwas angehen.

Nehmt teil, diskutiert und macht von eurer Stimme Gebrauch!

Neuer Plenumstermin der fsi wiwiss

Der neue Plenumstermin der fsi wiwiss steht nun endlich. Wir treffen uns dieses Semester jede Woche Donnerstag 18-20 Uhr im fsi-Büro (siehe fsiwiwiss.blogsport.de/kontakt/). Weiterhin ist das Büro auch am Donnerstag 16-18 Uhr mit großer Wahrscheinlichkeit regelmäßig besetzt.
Auf unserem wöchentlichen Plenum besprechen wir bei ein paar Tassen Kaffee regelmäßig aktuelle Entwicklungen am Fachbereich und koordinieren unsere Arbeit in den Gremien. Wer Interesse oder Fragen hat, kann jederzeit bei uns vorbeikommen, sofern das Büro besetzt ist.

Restriktive BWL & VWL Bachelor-Studiengänge sollen noch restriktiver werden / Sitzung des FBR Wiwiss gerät zur Farce

geändert am 29.10. – 16:40 Uhr:

Auf der Sitzung des Fachbereichsrats Wirtschaftswissenschaft vom 21.10.09 wurde auf fragwürdige Art und Weise die Einführung einer sogenannten Orientierungsphase im BWL Bachelor sowie im VWL Bachelor des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft der FU beschlossen.

Die Orientierungsphase besagt, dass innerhalb der ersten drei Semester des BWL Bachelor-Studiengangs bzw. innerhalb der ersten zwei Semester des VWL Bachelor-Studiengangs bestimmte Leistungen zwingend erbracht werden müssen, andernfalls verfällt der Prüfungsanspruch an unserem Fachbereich. Das bedeutet nichts weiter, als dass wer diesem Pensum nicht gewachsen ist, „zu schlecht für unseren Fachbereich“ ist. Die Orientierungsphase belegt also, dass das Elite-Denken des Präsidiums scheinbar vollständig an unserem Fachbereich angekommen ist bzw. vielmehr noch zu großen Teilen von diesem getragen zu werden scheint. Wer Details zur Orientierungsphase nachlesen möchte, wird im Übrigen auf unserer Fachbereichs-Website fündig, wo in den offiziellen sogenannten Bachelor-Broschüren bereits seit Einführung unserer Bachelor-Studiengänge von einer Orientierungsphase die Rede ist – und dies obwohl diese vom Fachbereich von Anfang an ersehnte (und daher in den Bachelor-Broschüren enthaltene) Regelung bis jetzt noch nie in Kraft getreten war. Hierbei könnte man dem Fachbereich fast die böse Absicht unterstellen, seine Studienanfänger durch Publikation einer nicht gültigen Regelung zusätzlich anspornen und somit bewusst täuschen zu wollen, zumal in der Vergangenheit mehrfach unter anderem durch die studentische Studienberatung darauf hingewiesen worden ist, dass das Auftauchen der bis dato nicht existenten Regelung in den offiziellen Bachelor-Broschüren des Fachbereichs häufig zu Verwirrung bei den Studierenden führt. Für eine Implementierung waren bisher die rechtlichen Bedenken an dem Konstrukt zu groß. In diesem Zusammenhang schien es zudem unwahrscheinlich, dass die Orientierungsphase von der zuständigen Senatsverwaltung abgesegnet werden würde. Aufgrund der Tatsache, dass wohl in der jüngsten Vergangenheit in einigen anderen Fällen ähnliche Regelungen genehmigt worden seien, gab das Präsidium dem Fachbereich nun aber grünes Licht für die Orientierungsphase. Aufgrund der Tatsache, dass wohl an anderen Berliner Universitäten ähnliche Reglungen zu existieren scheinen, gab das Rechtsamt dem Fachbereich nun aber grünes Licht für die Orientierungsphase. [geändert am 10.11.] Der FBR Wiwiss sprach sich daraufhin heute mit einer Gegenstimme (fsi wiwiss) – das zweite studentische Mitglied (LHG) war leider wiederholt nicht anwesend – für die Einführung genannter Regelung bei gleichzeitiger Aufstockung des Bonuspunktekontos von 60 auf 90 BP sowohl im BWL Bachelor als auch im VWL Bachelor aus. Damit werden die ohnehin schon restriktiv gestalteten Bachelor-Studiengänge unseres Fachbereichs nun voraussichtlich noch restriktiver. Die Aufstockung des Bonuspunktekontos ist zwar begrüßenswert, jedoch relativiert sie keinesfalls den äußerst restriktiven Charakter der Orientierungsphase. Vollkommen unverständlich ist eine solche Politik zudem vor dem Hintergund aktueller hochschulpolitischer Entwicklungen: Wo an HU, TU und an der Uni Potsdam (um nur einige Beispiele zu nennen) eine komplette Überarbeitung der Bachelor/Master-Studiengänge sowie die Abschaffung von Anwesenheitslisten etc. , also der Abbau restriktiver Regelungen beschlossen werden, hält man an der FU und hier im Speziellen an unserem Fachbereich stur am eingeschlagenen Kurs fest. Ein Musterbeispiel für das Versagen der Kultusministerkonferenz beim Lösen unserer derzeitigen hochschulpolitischen Probleme. Im Großen werden an der FU die Bildungsstreik-Anträge vom Akademischen Senat in die Kommission für Lehre aufs Abstellgleis geschoben, ohne dort auch nur eine Minute darüber diskutiert zu haben, und im Kleinen wird die Präsidiumslinie ohne jegliche Kritik vom FBR Wiwiss verfolgt und gestützt – zwar im Gegensatz zum Akademischen Senat mit Diskussion, aber ohne weitere Berücksichtigung studentischer Interessen und Einwände. Geradezu zynisch sind dabei die Anmerkungen einiger im FBR vertretenen Professoren, man wolle durch die Regelung „den Studierenden die Möglichkeit geben, herauszufinden, ob das BWL/VWL-Studium am Fachbereich für sie das Richtige wäre“ bzw. man wolle doch „den Studierenden mit der Einführung der Orientierungsphase helfen“ und „traurige Einzelschicksale Studierender im falschen Studiengang verhindern“. Die Orientierungsphase sei somit eine originär „studentenfreundliche Regelung“. Es könne doch nicht sein, dass „an Fachhochschulen Gescheiterte nun zur FU kämen“, hieß es weiter. Das Diplom sei außerdem mit seinem Vordiplom (von der Idee her vergleichbar mit der Orientierungsphase) „noch restriktiver gewesen“ als bis dato der Bachelor. Hierbei wird scheinbar völlig übersehen, dass sich das Vordiplom über ganze sechs Semester erstreckte, also über den Umfang eines kompletten Bachelor-Studiums. Somit kann und darf es keinesfalls mit der Orientierungsphase verglichen werden. Für Studierende mit Prüfungsangst beispielsweise werden die Bachelor-Studiengänge unseres Fachbereichs nun fast unstudierbar. Das traurige Einzelschicksal des Studierenden, der nach drei Semestern noch eine Klausur aus der Orientierungsphase übrig hat und sich eine neue Uni suchen muss, wird dabei also scheinbar nicht antizipiert. Das Humboldt’sche Bildungsideal wird als Relikt „alter Zeiten“ abgetan und als Argument nur noch belächelt. Der FBR Wiwiss verfolgt hier folglich eine ähnliche Haltung wie Frau Schavan, wenn sie die Bildungsstreik-Proteste als „gestrig“ bezeichnet. Es handelt sich bei der thematisierten Entwicklung an unserem Fachbereich dabei im Grunde um eine weitere Abwälzung von Fehlern der großen Politik auf die Studierenden, was den Blickwinkel über das Handeln und die Verantwortung des FBR Wiwiss hinaus eröffnen soll. Die Abschaffung des Sozialtickets und die Modalitäten der FU-internen Leistungsverrechnung (mehr Absolventen in Regelstudienzeit > mehr Geld) führen beispielsweise dazu, dass sich Studierende zum Teil nur aufgrund des Semestertickets immatrikulieren, weit über der Regelstudienzeit liegen bzw. keine einzige Prüfungsleistung absolvieren und der Fachbereich somit Anreize zu entsprechendem Handeln erhält.

Bezeichnend ist dabei neben dem Inhalt und den Implikationen der Orientierungsphase selbst vor allem die Art und Weise, wie dieser Beschluss auf der heutigen FBR-Sitzung eingebracht und verabschiedet worden ist. In den vorher regelmäßig an die FBR-Mitglieder versendeten Unterlagen zur Fachbereichsratssitzung war lediglich die Rede von einer 2. Änderungsordnung für die derzeitige Studien- und Prüfungsordnung des BWL Bachelor-Studiengangs. Darin enthalten sind erstaunlich viele studentenfreundliche Regelungen, wie zum Beispiel eine geringfügige Vergrößerung des Lehr- und Wahlangebots in den BWL-Vertiefungsgebieten sowie eine erleichterte Anrechnung von an anderen Hochschulen absolvierten Prüfungsleistungen. Weiterhin enthielt die Vorlage der 2. Änderungsordnung eine Regelung zur Aufstockung des Bonuspunktekontos von 60 auf 90 BP. Im Vorfeld der heutigen Sitzung war uns noch unklar, was die Verantwortlichen im FBR zu solch edler Geste verleitet hatte, zumal man doch in der Vergangenheit immer wieder versucht hatte, das Studium restriktiver und nicht offener zu gestalten. Auf der heutigen Sitzung nun wurde das Geheimnis gelüftet. Ganz kurzfristig im Rahmen der Sitzung wurde der Beschluss der geplanten Aufstockung des Bonuspunktekontos plötzlich an die Einführung der Orientierungsphase gebunden – und dies zudem nicht nur für die BWL, sondern auch für die VWL abgestimmt. Zu kurzfristig – so hieß es – für eine Information im Vorfeld war die Absprache mit dem Präsidium Rechtsamt [geändert am 10.11.] über die Orientierungsphase getroffen worden. Warum dann die nur in Kombination mit dieser Regelung verhandelbare Aufstockung des Bonuspunktekontos auf 90 BP bereits in der versendeten Vorlage der geplanten 2. Änderungsordnung enthalten war, bleibt unklar. Zudem wurde die Orientierungsphase im FBR Wiwiss verabschiedet, ohne dass irgendein Dokument vorlag, welches die Regelungen im Detail bzw. überhaupt erklärt hätte. Hier stützte sich der FBR anscheinend auf das Vorwissen oder vielleicht auch auf das Nichtwissen der anwesenden Vertreter. Wie es scheint, ist also mittlerweile nicht nur das Elite-Denken sondern auch die unsaubere politische Kultur aus dem Präsidium und den hohen Uni-Gremien am Fachbereich angekommen. Ein eiskaltes Umsetzen von Präsidiums- und damit Verwertungsinteressen scheint hier wichtiger als ein Einbinden der Studierenden in die konkrete Umsetzung der Studienfächer. Bei diversen Beschlüssen war vom Dekan Prof. Dr. Kleinaltenkamp zu hören, dies sei ja bereits mit dem Präsidium „beschlossen“, woraufhin dieser sich immer wieder zu „besprochen“ korrigieren musste. Ein Versprecher oder gängige Praxis – diese Frage stellen wir uns bei der fsi wiwiss nach der heutigen Sitzung. Wie es scheint, sollen Studierende, wie bereits seit langem in den höheren Uni-Gremien üblich, nun auch an unserem Fachbereich vor vollendete Tatsachen gestellt werden, um Kritik und Protest von vornherein auszuschließen.

Neben unserer grundsätzlichen Ablehnung einer Orientierungsphase im Bachelor ergeben sich mit dem heutigen Beschluss noch weitere Fragen:

  • Problematisch ist die Regelung unter anderem im Zusammenhang mit dem nur jährlichen Modulangebot sowie der gängigen Praxis bezüglich der Nachschreibeklausuren am Fachbereich, wonach man an der im Folgesemester angebotenen Nachschreibeklausur nur teilnehmen darf, wenn man die Klausur zuvor mitgeschrieben hat und durchgefallen ist oder ein ärztliches Attest vorgelegt hat. Schreibt man beispielsweise eine Klausur der Orientierungsphase im 1. Semester nicht, obwohl im Regelstudienverlaufsplan für das 1. Semester vorgesehen, so kann man diese auch nicht im 2. Semester, sondern erst wieder im 3. Semester schreiben, wenn das Modul wieder regulär angeboten wird. Somit müsste man in unserem Beispiel das erst im 3. Semester wieder angebotene Modul dann im ersten Versuch bestehen (BWL Bachelor; Orientierungsphase von 3 Semestern) bzw. man hätte dann bereits den Prüfungsanspruch an unserem Fachbereich verloren und wäre demnach sogar gezwungen, alle laut Regelstudienverlaufsplan für das 1. Semester vorgesehenen Module auch gleich im 1. Semester zu schreiben (VWL Bachelor; Orientierungsphase von 2 Semestern). Dasselbe Problem stellt sich für Veranstaltungen aus der Orientierungsphase, welche gemäß Regelstudienverlaufsplan in der VWL für das 2. sowie in der BWL für das 2. und das 3. Semester vorgesehen sind. Diese müssten dann direkt im ersten Versuch bzw. im Fall 2. Semester BWL spätestens in der ersten Wiederholungsklausur bestanden werden
  • Weiterhin stellt sich die Frage, was mit möglichen BaföG-Ansprüchen passiert, wenn man an der Orientierungsphase scheitert.
  • Auch ob ein Studienplatztausch beim Scheitern an der Orientierungsphase noch möglich ist, bleibt unklar. Vermutlich wird diese Option in dem Fall obsolet sein, sodass sich die Chancen minimieren, an einer anderen Hochschule weiterstudieren zu können. Dies ist gerade vor dem Hintergrund der Argumentation des Fachbereichs von Bedeutung, man könne ja, wenn man den Prüfungsanspruch an unserem Fachbereich verliere, trotzdem noch an einer anderen Hochschule BWL bzw. VWL weiterstudieren.
  • Zudem ist unklar, ob man mit Verlieren des Prüfungsanspruchs, also mit dem Scheitern an der Orientierungsphase, exmatrikuliert wird, oder sogar am Fachbereich eingeschrieben bleiben könnte, ohne weiterhin Prüfungsleistungen ablegen zu können. Sollte dem Konzept die Logik zu Grunde liegen, man werde sich selbstständig exmatrikulieren, sofern man keine weiteren Prüfungsleistungen mehr absolvieren kann, würde der Fachbereich das Problem der Scheinimmatrikulierten mit der Orientierungsphase nicht einmal gelöst haben und somit lediglich tatsächlich Studierende mit der Regelung bestrafen.
  • Es stellt sich auch die Frage, welche Implikationen die Orientierungsphase für Bewerber auf ein höheres Fachsemester an unserem Fachbereich (nach den Semestern der Orientierungsphase) hätte. Sollten jene Veranstaltungen unserer Orientierungsphase dann aufgrund von Unterschieden zum Studiengang an ihrer bisherigen Uni nie geschrieben haben und diese daher auch nicht anrechnen können, könnten sie quasi nicht an unserem Fachbereich studieren, da sie die geforderten Veranstaltungen in der bereits zurückliegenden Orientierungsphase ja nicht nachweisen könnten.

Die fsi wiwiss prüft zurzeit eine Verurteilung dieser Regelung im Rahmen einer Resolution des Studierendenparlaments der FU sowie die Einleitung rechtlicher Schritte über den AStA der FU. Im Rahmen der Fachschaft Wirtschaft überprüfen wir außerdem die Möglichkeit eines gemeinsamen Vorgehens mit der LHG.

PS: Für alle derzeit im BWL/VWL Bachelor eingeschriebenen Studierenden gilt die Bachelor-Ordnung, auf deren Grundlage ihr immatrikuliert worden seid. Ob und in welchem Fall die neuen Ordnungen auch für euch gelten können, erfahrt ihr in den BWL bzw. VWL Bachelor-Communities im Blackboard.

Neues Anmeldeprozedere für Klausuren in Bachelor und Master-Studiengängen

Der Fachbereich hat sich für die Einführung eines sogenannten „Check-in-Verfahrens“ zur Klausuranmeldung in den Bachelor und Master-Studiengängen unseres Fachbereichs ausgesprochen. Damit sollen Defizite der bisherigen ausschließlich elektronischen Anmeldung beseitigt werden.
Das „Check-in-Verfahren“ sieht vor, dass neben der weiterhin obligatorischen (einmaligen) Anmeldung für eine Veranstaltung im Campus Management außerdem eine separate Anmeldung zu der konkreten Klausur per Unterschrift oder elektronisch per Lehrstuhl-Website fällig wird. In welcher Form die Anmeldung organisiert wird, obliegt den Lehrstühlen.

Neueröffnung der (verkleinerten) Mensa I spätestens am 9.11.

Wie auf der heutigen Sitzung des Fachbereichsrats Wirtschaftswissenschaft verkündet wurde, wird die Mensa I spätestens bis zum 9.11. wieder eröffnet. Trotz heftiger Proteste der betroffenen Studierenden und der angrenzenden Fachbereiche wurde die Mensa I auf Bestreben des Studentenwerks Berlin und mit stillschweigender Unterstützung des Präsidiums der FU Berlin im Zuge dringend notwendiger Renovierungsarbeiten verkleinert und zur nun ersten rein vegetarischen Mensa der FU umfunktioniert. Alle älteren Artikel zum Thema findet ihr hier.

Forderungen nach einer neuen Wirtschaftsordnung werden lauter

Nachdem bis vor einigen Monaten Änderungen an unserer Wirtschaftsordnung noch grundlegend ein Tabu-Thema waren, werden nun selbst in der bürgerlichen Presse die Forderungen nach einem Umdenken lauter. Zwar wird der Kapitalismus als solcher hier noch nicht in Frage gestellt, aber selbst SpiegelOnline stellt eine tiefe moralische Verkommenheit unserer gegenwärtigen Ökonomie fest und fordert zum Handeln auf:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,654553,00.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,654303,00.html




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