Keine Einberufung des FSR WiWiss / Zusammenarbeit am Fachbereich außerhalb des FSR WiWiss

Wir, die fsi wiwiss, werden den Fachschaftsrat Wirtschaftswissenschaft dieses Semester nicht einberufen, dies trotz oder gerade wegen unserem tollen Ergebnisses von 4 Plätzen. Wir haben uns gemeinsam zu diesem Schritt entschlossen, denn nach unseren Vorstellungen von wirkungsvoller Hochschulpolitik am Fachbereich sollte diese nicht von einigen wenigen Personen getragen werden, sondern basisdemokratisch und unter der Mitwirkung möglichst vieler Studierender geschehen. Daher bedeutet diese Entscheidung ausdrücklich nicht, dass wir die Zusammenarbeit mit anderen aktiven Hochschulgruppen ablehnen. Denn gerade die Betrachtung von Problemen aus teilweise unterschiedlichen Blickwinkeln führt zu den besten Lösungen. Jedoch stellen wir uns entschieden gegen Funktionärs- oder Parteienpolitik durch wenige.
Dies ist in unserem Selbstverständnis als Fachschaftsinitiative begründet. Fachschaftsinitiativen sind Gruppen von Studierenden, die sich an ihren jeweiligen Fachbereichen und Instituten zusammengefunden haben, um die Universität politisch mitzugestalten, studentische Interessen zu diskutieren und zu vertreten. Dabei eint uns das Prinzip der Basisdemokratie. Basisdemokratie – das bedeutet, wir kommen einmal die Woche zum Plenum zusammen, diskutieren und entscheiden alle gemeinsam, was zu tun ist. Dabei gilt das Konsensprinzip, das bedeutet wir diskutieren strittige Fragen aus, anstatt Minderheitenpositionen einfach zu übergehen. Die Fachschaftsinis sind parteipolitisch unabhängig, aber natürlich nicht unparteiisch, denn Studiengebühren und Bildungskürzungen können nicht durch Partei-Resolutionen verhindert werden, sondern nur durch aktiven Protest vieler Studierender. Deshalb haben wir uns die offene und schlagkräftige Organisationsform der Fachschaftsini gewählt und nicht die einer gewählten Fachschaft oder eines hochschulrechtlich verankerten Fachschaftsrates, in dem nur ein paar gewählte Funktionäre sich ihrer Posten erfreuen und ausschließlich nur zu Themen äußern dürfen, die direkt mit dem Fachbereich oder Institut zusammenhängen (siehe Asta-Maulkorb). Als offizielle Studentenvertretung gibt es das StuPa und den AStA – auf Fachbereichsebene macht so etwas keinen Sinn. Hier kann sich jeder einbringen, nicht nur 7 gewählte Funktionäre. Wir möchten an dieser Stelle auch alle Studierenden des Fachbereichs auffordern, sich hier aktiv einzubringen. Es ist wichtig gemeinsam als gesamte Studierendenschaft gegen strittige Entscheidungen vorzugehen. Unsere Position bedeutet demnach lediglich, dass ein Fachschaftsrat Wirtschaftswissenschaft unserer Ansicht nach kontraproduktiv für die Einflussnahme der Studierenden am Fachbereich ist. Deshalb sehen wir zwar eine zwingende Notwendigkeit in der Absprache und Zusammenarbeit mit anderen aktiven Hochschulgruppen – in unserem Fall die LHG – jedoch nicht in Form eines Fachschaftsrates. Aber in Form von gemeinsamen und offenen Treffen zur Erarbeitung von Positionen, die in den entscheidenden akademischen Gremien von allen Studierenden vorgetragen werden können. Die fsi wiwiss befasst sich bereits seit über 20 Jahren basisdemokratisch mit den Aufgaben eines gewählten Fachschaftsrats, daher bedarf es keines Fachschaftsrats, der diese Bemühungen mitunter konterkariert.


3 Antworten auf “Keine Einberufung des FSR WiWiss / Zusammenarbeit am Fachbereich außerhalb des FSR WiWiss”


  1. Gravatar Icon 1 blabla 21. Februar 2009 um 15:21 Uhr

    das sind sehr schöne botschaften, die ich von der fsi gerne höre

    weiter so…

    mit solidarischen grüßen

  2. Gravatar Icon 2 Juergen 08. März 2009 um 13:22 Uhr
  1. 1 Fachschaftsrat Wirtschaftswissenschaft wird zu Fachschaft Wirtschaft « fsi-wiwiss Pingback am 30. März 2009 um 9:30 Uhr
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