Präsidium forciert Vereinheitlichung der BA-Ordnungen

Das Präsidium der FU plant anscheinend eine Vereinheitlichung hinsichtlich der Wiederholungsprüfungen im Bachelor. Es wird zurzeit an die Fachbereichsräte verschiedener Fachbereiche herangetragen, sich für eines von zwei vorgegebenen Modellen zu entscheiden. So berichtet die LHG „Ein Modell ist zunächst ziemlich simpel: Fällt ein Student zum dritten Mal durch eine beliebige Prüfung, ist sein Studium beendet. Diese auf den ersten Anschein sehr harte Regelung wird dann durch einzelne Ausnahmen abgefedert. Das zweite Modell gibt dem Studierenden ein Konto von Punkten, das durch das (schon erstmalige) Durchfallen durch Prüfungen aufgebraucht wird.“
Zu möglichen Konsequenzen für den Fachbereich WiWiss besteht zunächst noch Unklarheit. Aus fsi-Kreisen erhielten wir die Information, am Fachbereich WiWiss wie auch bei den Chemiker/innen solle das zweite genannte Modell bereits bestehen, nach Informationen der LHG hingegen unterscheidet sich das zweite genannte Modell von der bestehenden Regelung am Fachbereich WiWiss. In dem uns vorliegenden Dokument heißt es

“Je Prüfungsleistung steht grundsätzlich ein Wiederholungsversuch zur Verfügung. Mit „nicht ausreichend“ bewertete Wiederholungsversuche führen zur Berechnung eines Prüfungspunktes. Die zulässige Höchstzahl y an Prüfungspunkten ist abhängig vom in Leistungspunkten (LP) ausgedrückten Regelstudienumfang.

Wird y überschritten, ist die Gesamtprüfung nicht bestanden.

Vorschlag:
- Studiengänge mit 180 LP: y = 9
- Studiengänge mit 120 LP: y = 6
- Studiengänge mit 60 LP: y = 3

Für Studiengänge mit abweichender Leistungspunktzahl ist eine verhältnismäßige Anpassung vorzunehmen; dabei ist auf ganze Prüfungspunkte abzurunden.”

Weiterhin wird dort erklärt „infolgedessen ist der Verzicht auf Modifizierungen/Einschränkungen hier vertretbar“.

Demzufolge würde die WiWiss-Regelung, in der es unter anderem heißt „Führt der Erstversuch einer Modulprüfung oder Modulteilprüfung zu negativen Bonuspunkten, so darf diese Prüfungsleistung einmal wiederholt werden.“, nicht unter das zweite Modell fallen. Eine Änderung des Modells im Sinne der genannten Alternativen wäre hierbei de facto eine Verschlechterung aus Sicht der Bachelor-Studenten an unserem Fachbereich. Möglicherweise also sollen auch am Fachbereich WiWiss die bestehenden Regelungen modifiziert werden, zumal wie von der LHG angesprochen das Gerücht umgeht, mit der Initiative sollten Schlupflöcher in den aktuellen Regelungen beseitigt werden. Welche Schlupflöcher hier genau gemeint sein mögen und ob auch das Modell am Fachbereich WiWiss geändert werden soll, ist allerdings unklar. Fakt ist, dass die geplante Vereinheitlichung sehr unvermittelt und überraschend kommt und nun so schnell wie möglich von Fall zu Fall zu prüfen ist, wie diese Initiative des Präsidiums zu bewerten ist.

Update (13.02.09):
Hier ein Link zu einer äußerst ausführlichen Darstellung zum Thema auf der Seite der FSI Philosophie.


2 Antworten auf “Präsidium forciert Vereinheitlichung der BA-Ordnungen”


  1. 1 Vereinheitlichung der BA-Wiederholungsprüfungsregeln geplant « FUwatch Pingback am 12. Februar 2009 um 17:15 Uhr
  2. 2 Anonymous Pingback am 29. Juni 2009 um 19:32 Uhr
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