Archiv für Februar 2009

Keine Einberufung des FSR WiWiss / Zusammenarbeit am Fachbereich außerhalb des FSR WiWiss

Wir, die fsi wiwiss, werden den Fachschaftsrat Wirtschaftswissenschaft dieses Semester nicht einberufen, dies trotz oder gerade wegen unserem tollen Ergebnisses von 4 Plätzen. Wir haben uns gemeinsam zu diesem Schritt entschlossen, denn nach unseren Vorstellungen von wirkungsvoller Hochschulpolitik am Fachbereich sollte diese nicht von einigen wenigen Personen getragen werden, sondern basisdemokratisch und unter der Mitwirkung möglichst vieler Studierender geschehen. Daher bedeutet diese Entscheidung ausdrücklich nicht, dass wir die Zusammenarbeit mit anderen aktiven Hochschulgruppen ablehnen. Denn gerade die Betrachtung von Problemen aus teilweise unterschiedlichen Blickwinkeln führt zu den besten Lösungen. Jedoch stellen wir uns entschieden gegen Funktionärs- oder Parteienpolitik durch wenige.
Dies ist in unserem Selbstverständnis als Fachschaftsinitiative begründet. Fachschaftsinitiativen sind Gruppen von Studierenden, die sich an ihren jeweiligen Fachbereichen und Instituten zusammengefunden haben, um die Universität politisch mitzugestalten, studentische Interessen zu diskutieren und zu vertreten. Dabei eint uns das Prinzip der Basisdemokratie. Basisdemokratie – das bedeutet, wir kommen einmal die Woche zum Plenum zusammen, diskutieren und entscheiden alle gemeinsam, was zu tun ist. Dabei gilt das Konsensprinzip, das bedeutet wir diskutieren strittige Fragen aus, anstatt Minderheitenpositionen einfach zu übergehen. Die Fachschaftsinis sind parteipolitisch unabhängig, aber natürlich nicht unparteiisch, denn Studiengebühren und Bildungskürzungen können nicht durch Partei-Resolutionen verhindert werden, sondern nur durch aktiven Protest vieler Studierender. Deshalb haben wir uns die offene und schlagkräftige Organisationsform der Fachschaftsini gewählt und nicht die einer gewählten Fachschaft oder eines hochschulrechtlich verankerten Fachschaftsrates, in dem nur ein paar gewählte Funktionäre sich ihrer Posten erfreuen und ausschließlich nur zu Themen äußern dürfen, die direkt mit dem Fachbereich oder Institut zusammenhängen (siehe Asta-Maulkorb). Als offizielle Studentenvertretung gibt es das StuPa und den AStA – auf Fachbereichsebene macht so etwas keinen Sinn. Hier kann sich jeder einbringen, nicht nur 7 gewählte Funktionäre. Wir möchten an dieser Stelle auch alle Studierenden des Fachbereichs auffordern, sich hier aktiv einzubringen. Es ist wichtig gemeinsam als gesamte Studierendenschaft gegen strittige Entscheidungen vorzugehen. Unsere Position bedeutet demnach lediglich, dass ein Fachschaftsrat Wirtschaftswissenschaft unserer Ansicht nach kontraproduktiv für die Einflussnahme der Studierenden am Fachbereich ist. Deshalb sehen wir zwar eine zwingende Notwendigkeit in der Absprache und Zusammenarbeit mit anderen aktiven Hochschulgruppen – in unserem Fall die LHG – jedoch nicht in Form eines Fachschaftsrates. Aber in Form von gemeinsamen und offenen Treffen zur Erarbeitung von Positionen, die in den entscheidenden akademischen Gremien von allen Studierenden vorgetragen werden können. Die fsi wiwiss befasst sich bereits seit über 20 Jahren basisdemokratisch mit den Aufgaben eines gewählten Fachschaftsrats, daher bedarf es keines Fachschaftsrats, der diese Bemühungen mitunter konterkariert.

Neues zur Mensa

Es gibt einige Neuigkeiten die Mensa I betreffend. Zunächst wurde auf der gestrigen StuPa-Sitzung einstimmig eine Resolution gegen die geplante Schließung der Mensa I verabschiedet. Der genaue Wortlaut müsste in Kürze unter www.astafu.de/stupa/rubriken/Resolutionen/ zu finden sein. Zudem hat das Bündnis gegen die Mensaschließung bestehend aus verschiedenen Hochschulgruppen betroffener Fachbereiche am 20.02. einen Termin mit dem Verwaltungsrat des Studentenwerks Berlin, bei dem die gesammelten Unterschriften übergeben werden und unsere Position verdeutlicht werden soll, sowie am 02.03. einen Termin mit Herrn Lange, dem Kanzler der FU. Von Frau Schillhaneck, wissenschaftspolitischer Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus, erhielten wir die Auskunft, es sei von einer Schließung der beiden oberen Etagen der Mensa I zum WS 2008/09 auszugehen (ob dies ein Rechtschreibfehler ist – bisher wurde immer vom WS09/10 ausgegangen – versuchen wir derzeit herauszufinden). Dies sei nicht nur auf die Bausubstanz, sondern auch auf einen maroden Zustand der technischen Anlagen zurückzuführen. So beliefen sich die Kosten für eine komplette Sanierung auf ungefähr 4 Mio. € und da dieses Geld nicht zur Verfügung stünde, sei eine Sanierung und somit ein weiterer Betrieb der Mensa I aus Sicht des Studentenwerks nicht weiter sinnvoll und tragbar – ungeachtet dessen, dass von Seiten des Studentenwerks immer wieder von einer Sanierung, die in zwei Jahren durchzuführen sei, die Rede ist. Eine Sanierung ist laut dem Büro von Frau Schillhaneck nur dann möglich, wenn im zukünftigem Haushaltsplan der FU Berlin die Sanierungskosten von ungefähr 4 Mio. € aufgenommen werden oder im Rahmen der Hochschulvertragsverhandlungen Gelder zur Verfügung gestellt werden. Dies ist gerade im Hinblick auf das Treffen mit Herrn Lange durchaus relevant. Es sollte also in den Gremien weiter Druck ausgeübt werden, dass es nicht zu einer entgültigen Schließung der Mensa I kommt. In diesem Sinne ist die beschlossene StuPa-Resolution gegen die geplante Mensaschließung ein erster Schritt, auch gegenüber der FU klarzumachen, dass eine Schließung für die Studierendenschaft der FU unter keinen Umständen akzeptabel ist und Lösungen gefunden werden müssen.

Präsidium forciert Vereinheitlichung der BA-Ordnungen

Das Präsidium der FU plant anscheinend eine Vereinheitlichung hinsichtlich der Wiederholungsprüfungen im Bachelor. Es wird zurzeit an die Fachbereichsräte verschiedener Fachbereiche herangetragen, sich für eines von zwei vorgegebenen Modellen zu entscheiden. So berichtet die LHG „Ein Modell ist zunächst ziemlich simpel: Fällt ein Student zum dritten Mal durch eine beliebige Prüfung, ist sein Studium beendet. Diese auf den ersten Anschein sehr harte Regelung wird dann durch einzelne Ausnahmen abgefedert. Das zweite Modell gibt dem Studierenden ein Konto von Punkten, das durch das (schon erstmalige) Durchfallen durch Prüfungen aufgebraucht wird.“
Zu möglichen Konsequenzen für den Fachbereich WiWiss besteht zunächst noch Unklarheit. Aus fsi-Kreisen erhielten wir die Information, am Fachbereich WiWiss wie auch bei den Chemiker/innen solle das zweite genannte Modell bereits bestehen, nach Informationen der LHG hingegen unterscheidet sich das zweite genannte Modell von der bestehenden Regelung am Fachbereich WiWiss. In dem uns vorliegenden Dokument heißt es

“Je Prüfungsleistung steht grundsätzlich ein Wiederholungsversuch zur Verfügung. Mit „nicht ausreichend“ bewertete Wiederholungsversuche führen zur Berechnung eines Prüfungspunktes. Die zulässige Höchstzahl y an Prüfungspunkten ist abhängig vom in Leistungspunkten (LP) ausgedrückten Regelstudienumfang.

Wird y überschritten, ist die Gesamtprüfung nicht bestanden.

Vorschlag:
- Studiengänge mit 180 LP: y = 9
- Studiengänge mit 120 LP: y = 6
- Studiengänge mit 60 LP: y = 3

Für Studiengänge mit abweichender Leistungspunktzahl ist eine verhältnismäßige Anpassung vorzunehmen; dabei ist auf ganze Prüfungspunkte abzurunden.”

Weiterhin wird dort erklärt „infolgedessen ist der Verzicht auf Modifizierungen/Einschränkungen hier vertretbar“.

Demzufolge würde die WiWiss-Regelung, in der es unter anderem heißt „Führt der Erstversuch einer Modulprüfung oder Modulteilprüfung zu negativen Bonuspunkten, so darf diese Prüfungsleistung einmal wiederholt werden.“, nicht unter das zweite Modell fallen. Eine Änderung des Modells im Sinne der genannten Alternativen wäre hierbei de facto eine Verschlechterung aus Sicht der Bachelor-Studenten an unserem Fachbereich. Möglicherweise also sollen auch am Fachbereich WiWiss die bestehenden Regelungen modifiziert werden, zumal wie von der LHG angesprochen das Gerücht umgeht, mit der Initiative sollten Schlupflöcher in den aktuellen Regelungen beseitigt werden. Welche Schlupflöcher hier genau gemeint sein mögen und ob auch das Modell am Fachbereich WiWiss geändert werden soll, ist allerdings unklar. Fakt ist, dass die geplante Vereinheitlichung sehr unvermittelt und überraschend kommt und nun so schnell wie möglich von Fall zu Fall zu prüfen ist, wie diese Initiative des Präsidiums zu bewerten ist.

Update (13.02.09):
Hier ein Link zu einer äußerst ausführlichen Darstellung zum Thema auf der Seite der FSI Philosophie.

Abschiedsvorlesung von Prof. Dr. Kruschwitz

Am 13.02.2009 findet die Abschiedsvorlesung von Prof. Dr. Lutz Kruschwitz (Institut für Bank- und Finanzwirtschaft) statt. Der Titel der Veranstaltung ist „Was kommt danach?“. Sie findet um 10 Uhr im Hörsaal 101 statt. Interessierte sind herzlich eingeladen zu kommen, um mit Prof. Dr. Kruschwitz einen der rennomiertesten, engagiertesten und unterhaltsamsten Professoren unseres Fachbereichs zu verabschieden.

VV SoSe 2009

Das Vorlesungsverzeichnis für das Sommersemester 2009 ist draußen. Beachtet bitte, dass das VV zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollständig ist – erst wenn Ihr auch auf der FB-Website eine Ankündigung und einen Link findet, ist dies die vollständige Version.

Eure fsi wiwiss




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