Archiv für November 2008

Seminar Konjunkturperspektiven

Die PowerPoint-Präsentationen zum Seminar „Konjunkturperspektiven“ im WS 08/09 am LS Kisker findet Ihr ab sofort unter Materialien.

Eure fsi

Kapitalismus – die Krise als Chance „Paris-Berlin, die Debatte“

Für die Aufzeichnung der Arte-Sendung „Paris-Berlin, die Debatte“ werden
noch Zuschauer, die sich für dieses Thema interessieren gesucht.

Die Aufzeichnung ist am Dienstag, 16. Dezember 2008, 19 Uhr

An der Diskussion nehmen teil:

Hans Leyendecker, Journalist, Süddeutsche Zeitung
Daniel Goeudevert, Top-Manager und Autor
Margarita Mathiopoulos, Unternehmerin und Politikwissenschaftlerin
Guillaume Duval, Journalist, Alternatives économiques
Moderation: Thea Dorn

Die Aufzeichnung der Sendung findet statt im
Radialsystem V (Holzmarktstraße 33, Nähe Ostbahnhof)
Wenn Ihr Interesse habt, dabei zu sein?
Dann melden Euch bitte bei:

fsiwiwiss[at]googlemail.com

Wir leiten die Mails direkt an Frau Reiss-Suckow von interscience Film weiter.
Die Debatte findet in deutscher und französischer Sprache statt.
Im Studio gibt es keine Übersetzung. Drei der vier Gäste und die Moderatorin sprechen deutsch.

Social Networking

Vor einiger Zeit wurden wir von einer Studentin der TU Dresden (FR Psychologie) gebeten, auf eine von Ihr im Rahmen Ihrer Diplomarbeit durchgeführte Befragung zum Thema „Social Networking“ aufmerksam zu machen. Dies wollen wir an dieser Stelle tun.
Die Befragung findet Ihr unter „http://psylux.psych.tu-dresden.de/limesurvey/index.php?sid=14386&lang=de“.

Dieter Lenzen als bester Hochschulmanager gekürt – die Lehre jedoch ist kein Verkaufsschlager

Kein Scherz – Dieter Lenzen, Präsident der FU Berlin, ist vor kurzem von der Financial Times Deutschland und dem Centrum für Hochschulentwicklung zum „Hochschulmanager des Jahres“ gekürt worden. Dort heißt es, Ziel der in diesem Jahr zum ersten Mal vergebenen Auszeichnung ist es, Leiter deutscher Hochschulen zu würdigen, die besonders weitreichende Reformen vorangetrieben und sich durch ein professionelles Management verdient gemacht haben.
Die Financial Times Deutschland erklärt, Lenzen habe die Freie Universität (FU) Berlin, deren Präsident er seit fünf Jahren ist, von einer ins Mittelmaß abgerutschten und von Sparzwängen gebeutelten Hochschule zu einer deutschen Spitzenuniversität gemacht. Dies ist allerdings nur zum Teil zutreffend. Wie berichtet wird, läuft lediglich die Produktlinie Forschung sehr erfolgreich, vorrangig deshalb, weil die FU bei dem Exzellenzwettbewerb punkten konnte und sich nun inoffiziell „Elite-Uni“ nennen darf. Weiter heißt es dort: Die Produktlinie Lehre hingegen ist an der FU kein Verkaufsschlager, sie leidet unter den Bedingungen des Massenmarkts. Betriebswirtschaftlich betrachtet, müsste sie eingestellt werden. Doch: „Eine Universität ist keine Schraubenfabrik“, sagt Lenzen. „Man muss Wissenschaft lieben und ihre Regeln kennen, um eine Hochschule zu führen; das kann niemand aus der Wirtschaft.“ Dieses Zitat zeigt wohl recht deutlich, wie stark Herrn Lenzen an der Produktlinie Lehre gelegen ist und wo er beim „Hochschulmanagement“ seine Prioritäten setzt.

Ergebnisse und Meinungen zur Bachelorbefragung 2008

Die FU Berlin hat vor kurzem stolz die Ergebnisse der Bachelorbefragung 2008 präsentiert – der Tenor: Der Bachelor funktioniert super und überhaupt sollte die Kritik am neuen Studienmodell „Bachelor“ doch endlich ein Ende haben.

So auch die Berichte in der Wochenzeitung „Die Zeit“. Diese titelte „Studie – Zufriedenheit mit Bachelor steigt“ und ein weiterer Artikel hieß gar „Bologna-Kritik – Schluss mit dem Trommelfeuer“.
Dennoch gab es auch kritische Töne, wie zum Beispiel in der Süddeutschen Zeitung. Dort hieß es vor kurzem „Bachelorstudenten klagen über hohen Leistungsdruck“. Die Tatsache, dass dies aus eben den von der FU präsentierten Befragungsergebnissen herausgelesen wurde, wirft die Frage auf, inwiefern man an der FU versucht hat, die Umfrage tatsächlich objektiv auszuwerten, und inwiefern die Zeitung „Die Zeit“ in Ihren Berichten die euphorische Pressemitteilung der FU Berlin kritisch hinterfragt hat. Auch der AStA der FU zeigt sich in einer „Stellungsnahme zur Qualität der Lehre an Berliner Hochschulen“ wenig zufrieden mit den Ergebnissen.
Man sollte sich an dieser Stelle vergegenwärtigen, dass niemand daran interessiert ist, mögliche Erfolge schlechtzureden. Vielmehr sollte die angesprochene Kritik ernst genommen und überpüft werden, wenn die Verantwortlichen ernsthaft an einer Verbesserung der Lehre interessiert sind, denn mit dem Beschönigen vorliegender Ergebnisse können nun mal keine Probleme gelöst werden.

Neue Hochschulverträge – neue Kürzungen

Es ist wieder soweit: Die Hochschulverträge für die kommenden Jahre werden zurzeit ausgehandelt. Noch hält sich die Berichterstattung dazu in Grenzen – die großen Schlagzeilen (und somit auch der große Protest) werden wie immer erst auftauchen, wenn bereits alles beschlossen und es somit zu spät ist. Um wenigstens die Leser unseres Blogs auf dem aktuellen Stand zu halten, haben wir hier einige Links zum Thema gesammelt:

die fachschaftsinitiativen: Die Hochschulverträge – Es geht wieder los!
FUwatch: Die Unis brauchen 10 Prozent doch Sarrazin will nur 2 geben
Tagesspiegel: Humboldt liegt beim Senat vorn
Tagesspiegel: „Totale Blockade“ bei Univerträgen [neu]

FU leitet McKinsey-Werbung an ausgewählte Studis weiter

Hier ein Beitrag dazu auf FUwatch und hier der Link zur eigentlichen Quelle (taz: McKinsey hat den Hut auf). An dieser Stelle sein noch auf eine sehr interessante Chronologie der Informationsbeschaffung aus Sicht des Journalisten hingewiesen.

Danke Tobias.

Die FU feiert sich selbst – Eine Realsatire

Die Immatrikulationsfeier 2008 strotzte mal wieder vor erwähnenswerten Zitaten von Uni-Leitung und Gastredner. So steht auf der FU-Homepage „Ihnen [den Immatrikulierten], denen nun eine Zeit der Freiheit bevorstehe, wie sie sie vermutlich nie wieder im Leben kennenlernen würden, gab der Bundespräsident seine Wünsche und Erwartungen mit auf den Weg.“ Vielleicht hätte ja ein Blick aus dem Fenster hinüber zur offenen Immatrikulationsfeier geholfen – dort wurden FU-Studenten, die ihre Kritik äußern wollten, ausgesperrt und einige sogar auf dem Universitätsgelände verhaftet. Als ob das noch nicht genügen würde, legte Lenzen sogar noch einmal nach mit den Worten „Die Freie Universität ist die modernisierte Wiederauferstehung des Humboldt‘ schen Gedankens“. Wenn man dazu die Art und Weise betrachtet, wie an der FU tatsächlich Entscheidungen getroffen werden, und auf welchen Werten diese Entscheidungen beruhen (Profit, Profit, Profit…), wird einem jedoch schnell klar, dass Humboldt sich im Grabe umdrehen würde.

LHG-Artikel zur Immatrikulationsfeier 2008

Wir von der FSI WiWiss wollen auf unerem Blog andere Meinungen nicht totschweigen – daher möchten wir an dieser Stelle auf einen Artikel der Liberalen Hochschulgruppe (LHG) zur Immatrikulationsfeier 2008 eingehen und dazu Stellung nehmen. Den Artikel findet Ihr hier.

Grundsätzlich ist zunächst folgendes zu dem Artikel zu bemerken: Den AStA der FU indirekt für das Zünden einer Stinkbombe bei der Immatrikulationsfeier im letzten Jahr verantwortlich zu machen sowie die Teilnehmer der „offenen Immatrikulationsfeier“ sinngemäß in eine Ecke mit gewalttätigen Randalieren zu stellen, ist eine Frechheit und hat genau wie der ironische Gesamtcharakter des Artikels nichts mehr mit einer inhaltlichen Auseinandersetzung zu tun. Dies dient ausschließlich der Diffamierung politischer Gegner.
Im Folgenden werden wir Schritt für Schritt auf die einzelnen Punkte des Artikels eingehen:
1) „Dabei faselte im Vorfeld die alleinherrschende AStA-Koalition über “Wirbel”, “Skandale” und “Proteste der Studierenden“, die die Anwesenheit des Horst Köhler an der FU angeblich ausgelöst hatten“
Nicht die Anwesenheit Horst Köhlers als solche wurde kritisiert, sondern die gesamte Organisation der diesjährigen Immatrikulationsfeier als elitäres, von der Öffentlichkeit und selbst den Studierenden der FU abgeschottes Ereignis. Dies zeigt in frappierender Art und Weise, was derzeit im Bildungssektor passiert und hat daher eine weit größere Tragweite als die Anwesenheit irgendwelcher Personen. Würde der AStA seine Kritik lediglich von den anwesenden Personen abhängig machen, so gäbe es allein aufgrund der Anwesenheit von Herrn Lenzen keine qualitativen Unterschiede zu den letzten Jahren.
2) „Eine Reflektion über die Lebensqualität unter nicht-kapitalistischen Wirtschaftssystemen in Ländern wie der DDR, der Sowjetunion, Nord Korea, Cuba, Vietnam, China usw bleiben die Protestierenden leider diesmal schuldig.“
Dies hat nun wirklich überhaupt nichts mit der Kritik an Köhler als Direktor des IWF zu tun. Es kann in jedem System Menschen geben, an deren Händen Blut klebt und in jedem System sollte es erlaubt sein, solche Dinge anzusprechen. Hier gilt auch nicht das Argument, dies sei in den genannten Ländern noch weniger möglich – scheinbar ist die LHG noch nicht auf die Idee gekommen, dass Kritik am Kapitalismus nicht gleichzusetzen ist mit der Verherrlichung von Regimen wie in Nordkorea. Vielleicht reicht hier die LHG ja noch ein entsprechendes Zitat vom AStA nach, welches uns eines Besseren belehrt.
3) „Weiterer Punkt der Ärgernis: die völlig überzogenen, “hochsicherheitstraktsartigen” Sicherheitsvorkehrungen.“
Dieser ironische Kommentar zeigt, dass die LHG das Vorgehen des Präsidiums anscheinend völlig normal findet. Wenn man als Universitätsleitung ein solch symbolisches Statement gegen den freien Zugang zu Bildung, wie die diesjährige Immatrikulationsfeier es war, vermeiden und den Namen der Uni nicht völlig ins Lächerliche ziehen will, dann überlegt man sich doch besser zweimal, welche Gäste man einlädt.
4) „Da stößt es bei der friedlichen Fensterklopfergemeinde natürlich auf Unverständnis, dass so etwas wie das Hausrecht des Landes Berlin angewendet wird.“
Rein rechtlich gesehen mag man hier vielleicht gerade noch der Meinung des Autors sein können (wobei der Vorwurf der Verletzung des Hausrechts der FU an Studierende der FU schon etwas krank anmutet), über die Verhältnismäßigkeit bzw. die Art und Weise des Vorgehens der Polizei lässt sich im einzelnen jedoch stark streiten. Es ist geradezu absurd, hier ironisch von „friedlichen Fensterklopfern“ zu sprechen, denn das Entrollen eines Transparentes bleibt für uns in jedem Fall ein friedlicher Akt. Wir möchten an dieser Stelle etwas ganz anderes ansprechen: Vielleicht sollte man dazu übergehen, es den Teilnehmern der Immatrikulationsfeier selbst zu überlassen, sich ihre Meinung zu bilden und nicht alles daran setzen, diese von kritischen Stimmen abzuschotten und somit derartige Störungen heraufzubeschwören.
5) „Aber selber benutzt die Linkslinkslinks-Szene SA-Methoden, um den “Feind” daran abzuhalten, sich selbst zu “beweihräuchern”. Bei allem Unverständnis ggü dem Elitewahn der Uniführung, da kann mensch sich nicht nachher in die Hose flennen, wenn bei Anwesenheit des Oberhaupts des Staates es dann zu Festnahmen kommt.“ (Auszug aus Kommentar des Autors unter dem Artikel; auf dem LHG-Blog mittlerweile geändert, da sich der Autor selbst von dieser Äußerung distanziert hat)
Es tut weh und gleichzeitig tut es einem leid, dass überhaupt jemand an der FU auf solch unqualifizierte Art und Weise Vergleiche zum 3. Reich zieht. Wir möchten hierzu nichts weiter sagen, da diese Äußerung für uns vollkommen unverständlich ist und da wir denken, dies kommentiert sich selbst. Auch die editierte Fassung des Kommentars, in der von „zweifelhaften Methoden“ gesprochen wird, rückt für unsere Begriffe die „offene Immatrikulationsfeier“ in ein vollkommen falsches Licht und kriminalisiert friedliche Demonstranten.

Offene Imma-feier

Offene Imma-Feier

Am Mittwoch, 05.11.08 ab 8:30 zwischen dem Henry-Ford Bau und der Wiwiss Fakultät (Ecke Garystraße/Boltzmannstraße) findet die offene Imma-Feier statt.

Mehr Infos bei der FSI OSI
Pressemitteilung des Asta FU




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