Archiv für Juni 2008

Klausurenservice ab Montag!

Der Klausurenservice für’s Grund- (und Bachelor-)studium geht am Montag den 30.6. wieder los. Da wir erstens spät dran, zweitens gerade garnicht mal so viele, und außerdem selber schon am Lernen sind, müssen wir leider Zeiten vorgeben:

Montags 12-14 Uhr
Mittwochs 14-16 Uhr

Im FSI-Büro. (Karte unter ‚Kontakt‘ oder Kommilitonen fragen)

Nur die beiden Wochen bis Semesterende. Danach wird auch von uns keiner mehr in der Uni sein.

Damit ihr nicht umsonst lauft – folgende Klausuren der letzten Semester haben wir (und dürfen wir rausgeben):

VWL2 (einführung in die Mikroökonomie)
Makroökonomische Basismodelle
Privatrecht
Mathematik

evtl. Internes ReWe und Einführung in die Ökonometrie (beide noch nicht geklärt :))

Hoffest und Rotes Cafe Party

Hoffest-Flyer

2x umsonst und draußen am selben Tag!

Für mehr gesellschaftswissenschaftliche Inhalte am FB WiWiss

Zurzeit gibt es aus meiner Sicht ein grundlegendes Problem in den Wirtschaftswissenschaften, nämlich dass nur noch naturwissenschaftliche bzw. mathematische Herangehensweisen an wirtschaftliche Problemstellungen vermittelt werden.
Gerade heute ist es aber relevant, sich auch mit alternativen Ansätzen zu befassen, also Wirtschaftswissenschaft als Gesellschaftswissenschaft zu begreifen. Ob nun als Rechtfertigung für Kapitalismus oder als Grundlage für Kritik an kapitalistischen Verhältnissen sollte man solche Lehrinhalte auf keinen Fall ausklammern, denn egal aus welcher Sicht ist es der Tod einer jeden Wissenschaft, kritische Inhalte einfach auszublenden und nur den Mainstream abzubilden.
Bei uns am Fachbereich gibt es lediglich Ansätze kritischer Wirtschaftswissenschaft, wie beispielsweise Design von Wirtschaftssystemen (Corneo), Markt und Staat (Schramm) oder einige Veranstaltungen zum Thema Marx (Kisker). Im Allgemeinen aber findet zurzeit ein Abbau verbliebener alternativer Lehrinhalte statt bzw. jene, die diese anbieten oder studieren wollen, finden wenig Unterstützung. Dies schlägt sich nicht zuletzt in einer oftmals sehr begrenzten Anzahl von Teilnahmeplätzen solcher Veranstaltungen nieder, obwohl von studentischer Seite eindeutig starke Nachfrage besteht.
Einen Denkanstoß sollen die Ansichten zweier großer Denker unserer Zeit bilden: Karl Marx beispielsweise kritisierte schon seinerzeit, dass die Menschen und mit ihnen auch die Wissenschaft in spezifisch kapitalistischen Erscheinungsformen der Welt gefangen sind und so auch nicht über diese hinausdenken. Laut Wilhelm von Humboldt (Humboldtsches Bildungsideal: Einheit von Forschung und Lehre) ist es aber gerade die Aufgabe der Hochschulen, freies Denken zu vermitteln und zu fördern, was aber [auf unser heutiges Studium bezogen] eben nicht allein mit dem bloßen Hinweis getan ist, die betrachteten Modelle beruhten auf Annahmen.
Deshalb sollten wir uns alle einsetzen für den Erhalt und den Ausbau solcher Angebote. Dazu gehört auch eine Übertragung von Veranstaltungen mit gesellschaftswissenschaftlichen, kritischen Inhalten in die neuen Studiengänge im Rahmen einer aktiven Mitgestaltung des Bachelors und von Lehrinhalten am Fachbereich allgemein. Wir als FSI werden deswegen versuchen, darauf hinzuwirken, dass derartige Inhalte auch in den neuen Studiengängen erhalten und ausgebaut werden.




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