Archiv für Januar 2008

Aktionstag am 31.1.08

Wie ihr sicherlich der Baumpropaganda entnommen habt, wird am Donnerstag ein FU-weiter Aktionstag stattfinden. Wir laden euch um 11 Uhr in den Hörsaalgang ein, um den neuen Studierfähigkeitstest und seine Auswirkungen zu diskutieren.

Kommt zahlreich und unterstützt auch die anderen Aktionen!

Eine Runde ohne Ausländer?!

Die FU- Berlin ist ja nun eine Exzellenz Universität, da stellt sich dem interessierten Beobachter die Frage, ob denn auch der Fachbereich Wirtschaftswissenschaft von dieser Reputation zehren kann?
An dieser Stelle wird nun nicht über den Sinn und Unsinn, von Vorteilen und Nachteilen der Exzellenz in der Öffentlichkeit referiert, sondern über die Sichtweise des Präsidiums auf Studierende, Dozenten und Verwaltung des Fachbereiches Wirtschaftswissenschaften.

Was bisher geschah:
2006 verabschiedet der Akademische Senat der Freien Universität, nach Vorschlag der Kultus Minister Konferenz, die Rechtsgrundlage für einen Studierfähigkeitstest für BewerberInnen des Studienkollegs.
Im April 2007 erscheint diese Neuerung in den FU-Mitteilungen und tritt in Kraft.
Ab diesem Semester muss zur Bewerbung zum Studienkolleg dieser Test vorgelegt werden, aber nur für das Studium der Wirtschaftswissenschaften und nur an der Fu-Berlin.

Was bedeutet das:
Das Studienkolleg ist ein halbjähriger vorbereitender Kurs für ausländische Studierende. Hier sollen sie Deutschkenntnisse erlangen und verbessern. Dadurch sollen sie auf ihr künftiges Studium vorbereitet werden.
Jetzt sollen sie aber zusätzlich einen Test absolvieren, der sie erst zur Bewerbung des Studienkollegs berechtigt, um dann ihr Studium anzutreten.
Der sogenannte TestAS (www.testas.de), soll ihre kognitiven Fähigkeiten testen. Betroffen sind ausschließlich Studierende aus Drittländern, die kein in Deutschland anerkanntes Abitur haben.
Dieser kognitive Fähigkeitstest soll offensichtlich der Fu-Berlin und dem deutschen Staat gewährleisten, dass grundlegende Intelligenz, Motivation, Studierfähigkeit und psychische Reife bei diesen AusländernInnen vorhanden sind.
Wie wird nun eine Bewerbung eines nicht gleichgestellten Ausländers in Zukunft aussehen?
- 12 April jeden Jahres: Weltweit einziger Termin diesen Test abzulegen
- In Deutschland bei autorisierten Sprachschulen, im Ausland beim Goethe-Institut oder DAAD
- 1.Februar jeden Jahres: Bewerbung für das BWL/VWL Studium zum kommenden Wintersemester

Zeitprobleme die Auftreten:
- Der Test muss vor der Bewerbung zum Studium absolviert worden sein. Nach erfolgreichem Test können ausländische
StudentInnen sich im Februar des Folgejahres, also nach 10 Monaten zum Studium bewerben
- Anschließend beginnen sie im Mai mit dem Studienkolleg
- Bestehen die Studierenden dort alle Prüfungen, können sie dann im Oktober das Studium aufnehmen
- Zusammen macht das knappe zwei Jahre, bis man dann mal studieren darf.
Finanzielle Probleme die Auftreten:
- Dieser Test ist kostenpflichtig, z.Z. 360 Euro innerhalb Deutschlands (mit Vorbereitungskurs)
- Mensch kann nur mutmaßen was dieser Test in den restlichen Ländern kosten wird, aber gehen wir mal im günstigsten Fall
von 10 Euro z.B. in Vietnam aus. Der Test wird nur in Ho Chi Minh Stadt oder Hanoi angeboten. Wie kommt man aus einer
anderen Region dort hin und wie finanziert Mensch dies.

Nutzen für die Fu-Berlin und den deutschen Staat:
- Nur die reichsten AusländerInnen kommen zu uns
- Nur die „schlausten“ AusländerInnen kommen zu uns
- Nur die AusländerInnen, die sich schon zwei Jahre vorher vollkommen sicher sind, dass sie ausschließlich
Wirtschaftswissenschaften und nur an der FU- Berlin studieren wollen, kommen zu uns.
- Wahrscheinlich wird aber keiner kommen!

Viele Fragen stellen sich:
Wieso wird ein derart fragwürdiges Experiment, deutschlandweit vorläufig nur an der Freien Universität Berlin, im Speziellen am FB Wirtschaftswissenschaft und nur mit Ausländern durchgeführt?
Wieso ist Herr Lenzen immer der Erste?
Wie kann es sein, dass die Fachbereichsverwaltung, FBR, Studienbüro, nicht einmal der Dekan von solchen Neuerungen erfährt?
Wie würden Studierende an den verschiedenen Fachbereichen reagieren?
Die Juristen würden klagen, Geistes- und Kulturwissenschaftler würden streiken, die Politologen sowieso. Aber die Ökonomen, eine unpolitische Masse Studierender? „Vielleicht beschwert sich ja Niemand.“
Aber wir beschweren uns doch!

Wir, Studierende des Fachbereiches Wirtschaftswissenschaft sagen:
Exzellenz darf nicht Exklusivität bedeuten.
Exzellenz kann kein Spielfeld für Experimente sein.
Deshalb: Gegen Exzellenz! Gegen Elite!

Wale wieder raus aus Dahlem…

Die Wahl ist vorüber, und der Frust setzt sich langsam wieder.

Wir wissen nicht, was passiert ist, aber irgendwie habt ihr uns abgestraft.
Vielleicht beruht das Ergebnis ja auch nur auf einer bösen Verwechslung.

Egal! Wir machen trotzdem weiter.
Weiter mit sämtlicher Gremienarbeit, kritisch nachfragen im FBR anstatt nur mitschreiben, mitmachen in StuPa und FaKo.
Weiter mit Service.
Weiter mit Hochschulpolitik näher an die Leute ranbringen – denn die Uni ist mehr als nur StudiVZ.
Weiter mit Kaffee und Gemütlichkeit, wo es sonst schwer ist, noch eine ruhige Minute zu verbringen und der Baulärm die Ohren kaputt macht.

Ob man jetzt einen oder drei Sitze im FSR hat, ist dann irgendwo auch egal. Sind wir halt Opposition und versuchen weiterhin, der studi-initiative zu erklären, was eine Uni von einer FH unterscheidet.
Hoffen wir auf die lhg als klassische Oppositionsgruppe, dass sie ihren Plan genauso weiterzuarbeiten wie bisher nochmal überdenkt, denn sie weiß es eigentlich auch besser. Und wir warten ab, was kommt…

Ohren steif halten!

Klausurenservice hat begonnen!

Der Klausurenservice der fsi hat ganz still und heimlich am Montag schon angefangen.

Wir sind Montags bis Mittwochs von 12 bis 16 und Donnerstags von 12 bis 14 Uhr für euch da.

Fairerweise teilen wir euch hier schon mit, dass sich die BWL-Professoren dieses Semester allesamt gegen die Herausgabe von alten Klausuren ausgesprochen haben, sodass wir diese diesmal nicht herausgeben können. Alles andere gibts aber wie gehabt bei uns hinten an der schwarzen Tür!

Die Aktion soll zunächst zwei Wochen lang laufen. D.h. bis zum 31.1. Wer danach noch kommt muss mit verkürzten Zeiten rechnen, da wir auch irgendwann auf unsere Klausuren lernen müssen – Leute, die helfen wollen sind aber wie immer herzlich willkommen.

PS: Was auch immer da in der BWL los ist. Es wäre nett, wenn ihr (BWLer) euch nicht so abnabeln würdet. Nur auch mal so als Denkanstoß an die Studentischen Vertreter im Institutsrat, irgendwie kommt da gerade nicht viel und es passiert viel komisches Zeug.




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